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Mein heiles Stück Deutschland

Die Schicksalsgeschichte eines Deutschen mit türkischem Vater
Die Schicksalsgeschichte eines Deutschen mit türkischem Vater
Es ist die Geschichte eines deutsch-türkischen Jungen, der durch die Konflikte der Kulturen und Mentalitäten seine Familie verliert und seinen eigenen Weg finden muss. Ein Mut machendes Buch und eine positive Rückmeldung an die Gesellschaft.

 

PR-Inside.com: 2017-10-12 12:46:20
Soner Özdemir nannte seinen ersten Sohn Seyfir, was im türkischen bedeutet: „Das heilige Schwert aus reinem Eisen". Der kleine Junge mit blonden Haaren und blauen Augen, der in einem Vorort von Lübeck aufwächst, ist stolz auf seinen Namen und seinen Vater, der ihm zur Hilfe eilt, wenn er in Bedrängnis gerät. Denn ganz einfach ist das Leben in der Neubausiedlung dicht an der Grenze nicht, wo es keine Spielplätze gibt, und man sich mit den Kindern aus den Baracken schon mal eine Steinschlacht liefert. Der kräftige Junge kann sich durchsetzen und alles scheint in Ordnung, solange die Ehe der Eltern funktioniert.

Erstaunt lernt er die Heimat seines Vaters kennen, als die Familie Verwandte in der Türkei besucht. Doch das Fußballspiel mit den dortigen Jungen scheitert an den fehlenden Sprachkenntnissen. Seyfir spricht wie seine beiden jüngeren Geschwister kein Wort Türkisch. Um sich und seine Kinder gut zu integrieren, hat der Vater darauf geachtet, dass nur Deutsch gesprochen wird.

Die vermeintlich heile Welt des kleinen Jungen zerbricht, als der Großvater mütterlicherseits alles daransetzt, um die Ehe scheitern zu lassen. Er, vermeintlich ein ehemaliger SS-Offizier, hatte notgedrungen seine Zustimmung zur Heirat seiner Tochter mit einem Ausländer gegeben. Ihm war diese Verbindung von vorn herein suspekt und passte nicht zu seinen verinnerlichten Nazi-Idiologien.

Als in der Ehe erste Schwierigkeiten auftauchen, gelingt es ihm, die labile Tochter in seinem Sinn zu manipulieren. Das Scheidungsverfahren nach damaligem Recht, bei dem die Schuldfrage eine Rolle spielte, entwicktelt sich zu einer Schlammschlacht, an deren Ende die Kinder ohne Vater dastehen. Und nicht nur das. Alle Erinnerungen an den Vater werden getilgt. Selbst der stolze Name wird dem Jungen nicht mehr zugestanden und er wird zu Jan Lütke.

Als Ältester hat er am meisten unter der Hilflosigkeit der Mutter zu leiden. Der Kochlöffel ist ihr Erziehungsinstrument und nur das Erbringen von Dienstleistungen sichert ein Mark Taschengeld. Doch auch das übersteht Jan.

Erst das Verhalten des Großvaters, Jan ist inzwischen fast achtzehn Jahre alt, bringt ihn an den Rand seiner Existenz. Denn sein Opa, bisher Helfer für die Mutter und durchaus eine Respektperson für die Kinder, will nun auch mit diesem Teil der Familie, der ihm immer noch ein Dorn im Auge zu sein scheint, nichts mehr zu tun haben. Er ist nur dann zu Zugeständnissen bereit, wenn der Älteste, Jan, aus dem Familienverband verschwindet.

Mit Unterstützung der Mutter fordert er Jan auf, in die Türkei zu gehen, obwohl der Junge die Sprache nicht spricht und auch nicht weiß, wo sein Vater sich aufhält.

Der Ausschluss aus der Familie bringt den Jugendlichen völlig aus der Bahn. Er fängt an, sich zu ritzen, und unternimmt zwei, zum Glück halbherzige, Selbstmordversuche.

Jans Selbstwertgefühl tendiert zu Null. Um von zu Hause wegzukommen und da die Türkei für ihn keine Alternative ist, geht er zur Bundeswehr. Für seinen Gemütszustand nicht gerade die beste Entscheidung. Sein Leben hellt sich erst dann ein wenig auf, als er Helfer findet und schließlich in der boomenden IT-Branche seine Computerkenntnisse Anerkennung finden.

Auch hier ist sein Weg nicht immer leicht, denn er kann zunächst nur einen Hauptschulabschluss vorweisen. Vor allem fehlt es ihm an Selbstvertrauen. Im zweiten Bildungsweg schafft er die mittlere Reife. Weitere Fortbildungen und Tätigkeiten in verschiedenen Firmen bringen seine Persönlichkeit voran.

Er heiratet eine Amerikanerin und sie bekommen eine Tochter. Auch wenn diese Ehe nach einigen Jahren Risse bekommt, die zur Trennung führen, so bleibt ihm doch seine Tochter, die er über alles liebt. Sie wächst zunächst bei der Mutter auf und lebt später bei ihm. So schafft er es schließlich, sich sein „heiles Stück Deutschland“ zu erhalten.

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Jan Lütke (Autor)
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