(PR-inside.com 10.11.2009 13:37:02) - Der Automobilzulieferer Leoni rechnet 2009 mit einem höheren
Nettoverlust als bisher angenommen. Aufgrund im Schlussquartal
anfallender Restrukturierungskosten, Zinsen und den wohl länger
ausfallenden Werksferien der großen Hersteller im Dezember sei mit
einem Nachsteuerverlust von bis zu 140 Millionen Euro zu rechnen,
erklärte Finanzvorstand Dieter Bellé am Dienstag in einer
Telefonkonferenz.
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Frankfurt (ddp.djn). Der Automobilzulieferer Leoni rechnet 2009 mit einem höheren Nettoverlust als bisher angenommen. Aufgrund im Schlussquartal anfallender Restrukturierungskosten, Zinsen und den wohl länger ausfallenden Werksferien der großen Hersteller im Dezember sei mit einem Nachsteuerverlust von bis zu 140 Millionen Euro zu rechnen, erklärte Finanzvorstand
Dieter Bellé am Dienstag in einer Telefonkonferenz.
Der Umsatz werde in diesem Jahr wohl in der anvisierten Spanne von 2,1 Milliarden bis 2,2 Milliarden Euro liegen, teilte der Nürnberger MDAX-Konzern am Dienstag mit. Wegen der längeren Werksferien der wichtigsten Kunden werde voraussichtlich nur das untere Ende der anvisierten Umsatzspanne erreicht. Die Leoni-Aktie gab bis zum Mittag mehr als fünf Prozent nach.
An dem Ziel, 2009 insgesamt rund 180 Millionen Euro einzusparen, hält das Unternehmen fest. Im ersten Dreivierteljahr lagen die Einsparungen nach Aussagen des Managements bei etwa 130 Millionen bis 135 Millionen Euro.
Dank des erfolgreichen Sparprogramms will Leoni nun bereits bei einem Jahresumsatz von 2,1 Milliarden Euro in der zweiten Jahreshälfte einen um den teuren Stellenabbau bereinigten operativen Gewinn schreiben.
In einem Zeitungsinterview hatte Leoni-Vorstandsvorsitzender Klaus Probst bereits Anfang Oktober gesagt, dass das obere Ende der anvisierten Umsatzspanne durchaus erreicht werden könne. Zudem hatte der Manager erklärt, dass der Nettoverlust wohl geringer ausfallen werde als zuvor gedacht. Bis dato hatte die Leoni AG unter dem Strich mit einem Minus von bis zu 135 Millionen Euro gerechnet.
Im Jahr 2008 hatte Leoni gut 2,9 Milliarden Euro erlöst und nach Steuern knapp 5,2 Millionen Euro verdient. 2010 will das Unternehmen dank einer konjunkturellen Belebung stärker wachsen als die wichtigsten Märkte und rechnet nach Angaben vom Dienstag mit einem Einnahmenplus von rund zehn Prozent.
(ddp)
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