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Politik

«Ich kann nicht leugnen, dass ich für das MfS tätig war»

«Focus»: Linke-Abgeordneter Hoffmann soll Stasi-Spitzel gewesen sein


«Focus»: Linke-Abgeordneter Hoffmann soll Stasi-Spitzel gewesen sein
«Focus»: Linke-Abgeordneter Hoffmann soll Stasi-Spitzel gewesen sein ©ddp

(PR-inside.com 14.11.2009 13:25:12) - Der Brandenburger Linkspartei-Abgeordnete Gerd-Rüdiger Hoffmann
soll laut einem Bericht des «Focus» in den 1970er Jahren für die
Stasi gearbeitet haben. Der kulturpolitische Sprecher der
Landtagsfraktion sei als Schüler und Angehöriger der
DDR-Grenztruppen von 1970 bis 1975 für das Ministerium für
Staatssicherheit (MfS) tätig gewesen, berichtet das
Nachrichtenmagazin am Samstag vorab.

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München/Senftenberg (ddp-lbg). Der Brandenburger Linkspartei-Abgeordnete Gerd-Rüdiger Hoffmann soll laut einem Bericht des «Focus» in den 1970er Jahren für die Stasi gearbeitet haben. Der kulturpolitische Sprecher der Landtagsfraktion sei als Schüler und Angehöriger der DDR-Grenztruppen von 1970 bis 1975 für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) tätig
gewesen, berichtet das Nachrichtenmagazin am Samstag vorab. Hoffmann sei 1970 von der MfS-Kreisdienststelle Senftenberg als IM «Schwalbe» geworben worden. Schon zuvor habe er Mitschüler bespitzelt. Während seines Wehrdienstes bei den Grenztruppen in Berlin-Mitte sei er zur «Filtrierung» seiner Kameraden eingesetzt worden. Sein Führungsoffizier habe die «ausgezeichnete Arbeit» gelobt. Er kenne seine Akte nicht, sagte der 57-Jährige dem «Focus» und fügte dem Magazin zufolge an: «Ich kann nicht leugnen, dass ich für das MfS tätig war.» Auf ddp-Anfrage widersprach Hoffmann dieser Darstellung: Diese Aussage stimme so nicht, sagte er am Samstag. Zugleich kündigte er an, sich zu der Sache zu äußern, sobald er seine Akte eingesehen habe. Um schneller an die Akte heranzukommen, prüfe er anwaltlichen Beistand. Zugleich verwies Hoffmann darauf, dass auch er einer Überprüfung aller Abgeordneten des neuen Landtags auf Stasi-Zusammenarbeit zugestimmt hatte. In Brandenburg hatte die SPD unter Ministerpräsident Matthias Platzeck nach der Landtagswahl vom 27. September eine Koalition mit der Linkspartei gebildet. Dagegen hatte es wegen der Stasi-Vergangenheit unter anderem von Fraktionschefin Kerstin Kaiser und dem Landesvorsitzenden Thomas Nord Vorbehalte gegeben. (ddp)


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