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Politik
Veranstalter sprechen von 17 000 Teilnehmern - Minister Heubisch verteidigt die Zahlungen
Landesweite Proteste gegen Studiengebühren (PR-inside.com 13.05.2009 19:11:05) - Über 17 000 Studierende sind am Mittwoch in Bayern nach
Veranstalterangaben aus Protest gegen die Studiengebühren auf die
Straße gegangen. Die Demonstrationen in 13 Universitätsstädten
richteten sich gegen die Erhebung von 500 Euro pro Semester. Bayerns
Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) verteidigte die
Gebühr.
München (ddp-bay). Über 17 000 Studierende sind am Mittwoch in Bayern nach Veranstalterangaben aus Protest gegen die Studiengebühren auf die Straße gegangen. Die Demonstrationen in 13 Universitätsstädten richteten sich gegen die Erhebung von 500 Euro pro Semester. Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) verteidigte die Gebühr. Die Hochschulen hätten ihr Angebot für die Studenten dadurch deutlich erweitern können, sagte er.
Die Veranstalter der Proteste kritisierten, durch die Studiengebühren würden Bildungshürden aufgebaut und die soziale Selektion verstärkt. Bereits einige Tage vor den geplanten Demonstrationen hatten sie Heubisch eine Petition mit über 30 000 Unterschriften gegen die Semesterbeiträge überreicht, in der auf die Missstände hingewiesen wurde.
Die Grünen unterstützten die landesweiten Proteste. Die Partei kämpfe seit Jahren gegen die Studiengebühren und lehne sie als «unsozial und ungerecht» ab, hieß es. Zudem sei es ein Skandal, dass die Hochschulen wegen ihrer starken Unterfinanzierung auf Studiengebühren angewiesen seien. Schon mehrfach hätten die Grünen im Hochschulausschuss einen Antrag auf Abschaffung der Studiengebühren gestellt, seien jedoch immer gescheitert.
Heubisch wies die in der Petition der Studenten aufgestellte Behauptung zurück, die Semesterbeiträge seien eine «unüberwindbare Barriere zur Aufnahme eines Studiums». Seiner Meinung nach ist die Gebührenerhebung «in Bayern sehr gut sozial ausgestaltet». Es gebe zahlreiche Möglichkeiten der Gebührenbefreiung wie für Studenten mit Kind sowie vom Freistaat bereitgestellte zinsgünstige Darlehen.
Der bayerische Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) teilt die Ansicht des Wissenschaftsministers. Wer gegen die Studienbeiträge auf die Straße gehe, spare an der eigenen Bildung, hieß es. Laut RCDS muss man bereit sein, in die eigene Zukunft zu investieren, um im weltweiten Wettbewerb um «die besten Köpfe» mitzuhalten.
Für ein neues Modell der Studiengebühren sprachen sich die bayerischen Jungen Liberalen aus. Ihr Konzept sehe eine Zahlung der Semesterbeiträge nach dem Studium und dem Einstieg in die Erwerbstätigkeit vor. Zudem sollten die Rückzahlungen am Einkommen orientiert sein.
(ddp)
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