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Erdwärmebohrung in Wiesbaden löst stundenlange Wasserfontäne aus

Land unter vor dem hessischem Finanzministerium


Land unter vor dem hessischem Finanzministerium
Land unter vor dem hessischem Finanzministerium ©ddp

(PR-inside.com 06.11.2009 17:54:02) - Bauarbeiter haben bei einer Bohrung nach Erdwärme in der
Wiesbadener Innenstadt versehentlich eine Grundwasserblase angebohrt
und eine Wasserfontäne ausgelöst. Wie ein Sprecher des
Finanzministeriums am Freitag mitteilte, bohrten die Arbeiter in der
Nähe des Ministeriums die unter Druck stehende Blase an.

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Wiesbaden (ddp-hes). Bauarbeiter haben bei einer Bohrung nach Erdwärme in der Wiesbadener Innenstadt versehentlich eine Grundwasserblase angebohrt und eine Wasserfontäne ausgelöst. Wie ein Sprecher des Finanzministeriums am Freitag mitteilte, bohrten die Arbeiter in der Nähe des Ministeriums die unter Druck stehende Blase an. Das kalte
Grundwasser schoss daraufhin aus rund 130 Metern Tiefe nach oben und überflutete einen Parkplatz und eine Grünfläche. Es traten bis zu 6000 Liter Wasser pro Minute aus. Auch am Freitagabend - 24 Stunden nach dem Unfall - war das Leck noch nicht geschlossen. Bei dem Bauprojekt auf dem Gelände des Finanzministeriums sollte überprüft werden, ob für einen geplanten Anbau Erdwärme genutzt werden kann. Gegen Mitternacht standen etwa 400 Quadratmeter unter Wasser. Feuerwehrleute pumpten das Wasser in Kanäle, um ein Überfluten des Finanzministeriums und eines Hotels zu verhindern. Bei dem Versuch, das Bohrloch mit Beton zu verschließen, drückten Helfer ein Gestänge in die Öffnung. Dadurch geriet das Wasser noch mehr unter Druck und spritzte bis zu sieben Meter in Höhe. In den Morgenstunden gelang es nach stundenlanger Arbeit, das Bohrloch mit Beton notdürftig abzudichten. Allerdings fand das Wasser durch andere Öffnungen immer noch seinen Weg an die Oberfläche. Am Freitagabend flossen noch bis zu 500 Liter Wasser pro Minute aus dem Erdreich. Die Feuerwehr legte einen Graben an, um das austretende Grundwasser zu kanalisieren und abzupumpen. Um das Leck endgültig zu schließen, sollte mit einem 150 Meter langen Spezialrohr Beton in das Bohrloch gepumpt werden. Ein Ende der Reparaturarbeiten war am Abend noch nicht abzusehen. Auch die Höhe des Sachschadens sei noch nicht geklärt. Vor der Bohrung hatten Fachleute geprüft, ob bei den Arbeiten möglicherweise Heilquellen getroffen werden könnten, aus denen heißes Wasser mit hohem Druck an die Erdoberfläche schießen kann. Dieses Risiko sei als gering eingeschätzt worden. Die angebohrte Wasserblase enthielt kaltes Grundwasser. (ddp)


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