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Politik

Abschuss «grundsätzlich ausgeschlossen»

Kupfer will Wolf in Jagdrecht aufnehmen



(PR-inside.com 24.04.2010 10:22:02) - Umweltminister Frank Kupfer (CDU) will den Wolf in das Jagdrecht
aufnehmen. Ein Abschuss von Wölfen bleibe aber aufgrund der kleinen
Population «grundsätzlich ausgeschlossen», sagte Kupfer am Samstag
auf dem Landesjägertag in Freital. Ausnahmen würden auch künftig nur
mit Genehmigung der Naturschutzbehörden in Abstimmung mit dem
Ministerium bei einzelnen auffälligen Tieren möglich sein.

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Freital (ddp-lsc). Umweltminister Frank Kupfer (CDU) will den Wolf in das Jagdrecht aufnehmen. Ein Abschuss von Wölfen bleibe aber aufgrund der kleinen Population «grundsätzlich ausgeschlossen», sagte Kupfer am Samstag auf dem Landesjägertag in Freital. Ausnahmen würden auch künftig nur mit Genehmigung der Naturschutzbehörden in Abstimmung mit dem Ministerium bei einzelnen auffälligen Tieren möglich sein. Mit der Aufnahme der geschützten
Tierart in das Jagdrecht will Kupfer einer Forderung des Landesjagdverbandes nachkommen. Kupfer betonte, dass sich am Schutzstatus des Wolfes nichts ändern werde. Er verwies auch auf andere geschützte Arten wie Luchs, Fischotter und zahlreiche Greifvögel, die zwar im Jagdrecht erfasst, aber auf keinen Fall gejagt werden dürften. Für eine Bejagung sei die Zahl der Wölfe mit derzeit maximal 110 Tieren, darunter 35 bis 40 in Sachsen, in der deutsch-westpolnischen Population «wesentlich zu klein». Die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht sei aber auch an Bedingungen geknüpft, sagte Kupfer. Auf die Jäger kämen in erster Linie Verpflichtungen zu. So sollten sie in das Monitoring eingebunden werden, bei der Meldung über das Vorkommen von Wölfen und bei der Begutachtung von Wildtierrissen. Zur Unterstützung des bisherigen Wolfsmanagements sollten mindestens fünf Jäger pro Landkreis fortgebildet werden. Zudem müsse ein Teil der Jagdabgaben für Projekte zum Schutz der Wölfe bereitgestellt werden. (ddp)


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