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Polizei überprüft weitere Rocker-Treffpunkte in NRW - Waffen sichergestellt
Kontrollen im Rockermilieu dauern an (PR-inside.com 08.11.2009 18:34:01) - Im Kampf gegen die Rockerkriminalität in Nordrhein-Westfalen hat
die Polizei am Wochenende weitere Treffpunkte der Rockerbanden
«Bandidos» und «Hells Angels» überprüft. So gab es Durchsuchungen
von Clubheimen der beiden Banden in mehreren Städten, wie die
zuständige Polizeistelle in Münster mitteilte. Dabei wurden etliche
Waffen eingezogen.
Münster (ddp-nrw). Im Kampf gegen die Rockerkriminalität in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei am Wochenende weitere Treffpunkte der Rockerbanden «Bandidos» und «Hells Angels» überprüft. So gab es Durchsuchungen von Clubheimen der beiden Banden in mehreren Städten, wie die zuständige Polizeistelle in Münster mitteilte. Dabei wurden etliche Waffen eingezogen.
So wurden in der Nacht zum Samstag Clubheime der «Bandidos» in
Aachen, Schwerte und Gelsenkirchen überprüft, in Siegen wurden Zugangskontrollen an einem Clubheim der «Hells Angels» durchgeführt. Dabei wurden insgesamt rund 65 Personen kontrolliert. Die Polizei stellte unter anderem Messer, Baseballschläger, eine Axt und einen Teleskopschlagstock sicher.
In der Nacht zum Sonntag wurde dann ein Clubheim der «Hells Angels» in Bielefeld-Ummeln überprüft, in dem sich rund 80 Personen eingefunden hatten. Die Polizei kontrollierte die Anwesenden und stellte zwei Schlagstöcke und zwei Messer sicher. Gegen die Besitzer wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Den Angaben zufolge gab es keine Zwischenfälle.
«Wer in friedlicher Absicht feiern will, braucht sich nicht zu bewaffnen», sagte der Leitende Polizeidirektor Hans Volkmann, der den Gesamteinsatz von Münster aus leitete. «Auch für die ´Bandidos´ und ´Hells Angels´ gibt es keine rechtsfreien Räume.»
Seit einer Woche bündelt die Polizei in Nordrhein-Westfalen unter Federführung des Polizeipräsidiums Münster ihre Maßnahmen gegen die Rockerkriminalität. In den vergangenen Tagen hatte es immer wieder Kontrollen von Mitgliedern der beiden verfeindeten Rockerbanden gegeben. Dabei wurden zahlreiche Waffen sichergestellt. Am Freitag wurden zudem drei Mitglieder der «Hells Angels» wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vorläufig festgenommen.
Am vorvergangenen Wochenende hatte es Auseinandersetzungen zwischen den beiden Rockerbanden in Duisburg, Solingen und Essen gegeben. Die Zwischenfälle standen möglicherweise im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod eines 32-jährigen «Bandidos»-Mitglieds in Duisburg. Er war am 8. Oktober von einem Mann erschossen worden, der mit den «Hells Angels» sympathisiert haben soll. Anlass für die Gewalttat war jedoch ein Streit um eine Frau.
Der Rockerkrieg zwischen den beiden Banden kommt den Steuerzahler derweil teuer zu stehen. Wie das Nachrichtenmagazin «Focus» unter Berufung auf Angaben der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) meldet, verschlang etwa der Polizeischutz von bundesweit mehr als 80 Clubheimen der Kontrahenten bisher mehr als eine Million Euro.
Der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt zeigte Verständnis, «wenn es Bürgern absurd erscheint, dass Polizisten eine kriminelle Rockerbande vor der anderen beschützen». Der Einsatz sei «aber dringend nötig, um weitere Tote in diesem Bandenkrieg zu vermeiden».
(ddp)
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