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Gesundheit & Medizin
Aufklärung, Schutz und Familienplanung 1000 Kondome aus Trier in Afrika
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| Die Krankenschwester Sophie Mipimbou aus Lambaréné kann die 500 Kondome der AIDS-Hilfe Trier gut für die Aufklärungsarbeit gebrauchen. Das äquatorialafrikanische Land Gabun hat eine Aidsquote von 8,1 Prozent. (Foto: Bettina Leuchtenberg) |
(PR-inside.com 07.08.2008 12:59:06) - Trier. Die AIDS-Hilfe Trier e.V. hat 1000 Kondome für das Albert Schweitzer Hospital in Lambaréné, Gabun gespendet. 500 Stück werden von der Abteilung für Impfung und Aufklärungsarbeit verteilt. Die zweite Hälfte wird von den Medizinern der Medizinischen Forschungsabteilung an Patienten ausgegeben, die sich an klinischen Studien beteiligen.
Sophie Mipimbou strahlt, als sie die Kartons mit den 500 Kondomen entgegennimmt. 'Die können wir sehr gut gebrauchen! Wir klären die Frauen hiermit auf und informieren zur Familienplanung.' Die Krankenschwester, die auf dem Gelände des berühmtesten Hospitals von Westafrika liebevoll 'Mama Sophie' genannt wird, hat gerade eine Gruppe teilweise noch jugendlicher Mütter unterrichtet. Die jungen Frauen haben vor kurzem in der Geburtsstation entbunden und werden nun über die nötigen Impfungen
aufgeklärt, bevor ihre Babys geimpft werden. In den ersten 12 Monaten erhalten sie neben den für Europa gängigen Impfungen auch die gegen Gelbfieber und Hepatitis. Schon außen am Holzhaus macht ein großes Schild deutlich: 'Impfung ist das Recht jeden Kindes - und die Pflicht der Eltern.'
Von Montags bis Mittwochs ist Sophie Mipimbou im Hospital, um zusammen mit einem Arzt und zwei Assistentinnen aufzuklären und zu impfen. Das Team des PMI (protection maternelle et infantile, der Mutter-und-Kind-Vorsorgedienst) fährt in der zweiten Hälfte der Woche mit einem Auto in 15 Orte der Provinz Moyen-Ogooué, um neben der Vorsorge für die Babys auch ganz allgemein zur Gesundheit aufzuklären. 'Unsere wichtigsten Themen sind Aids, Schwangerschaft, Tuberkulose und Diarrhö', erläutert Sophie Mipimbou. Auch die Gefahren des illegalen Schwangerschaftsabbruches werden drastisch dargestellt. Zu jedem Thema existiert ein Holzkasten, in dem eine anschauliche handgemalte Bilderserie Auskunft gibt, so unter anderem zum Zyklus der Frau, der Verbreitungsmöglichkeiten von Aids oder auch zu Risiken und Vermeidung von Malaria.
'Vor Ort erreichen wir immerhin schon einen großen Teil derer, die nicht ins Hospital kommen können', so Mipimbou. 'Aber leider gibt es immer noch junge Menschen, die nicht aufgeklärt sind und genug Babys, die nicht geimpft sind. Es wäre gut, wenn wir noch mehr Personal für diese wichtige Arbeit hätten.'
Die Kartons mit den Kondomen hat Ulrich Wirth, Leiter der Höheren Berufsfachschule für Medizinische Dokumentationsassistenten, mit nach Lambaréné gebracht. Eine seiner Schülerinnen hat in der Medizinischen Forschungsabteilung des Albert Schweitzer Hospitals ein dreimonatiges Praktikum absolviert. In klinischen Studien werden zum Beispiel Impfstoffe gegen Malaria getestet. Die weiteren 500 Kondome der Aidshilfe Trier e.V. werden hier in den nächsten Monaten bei besonderen Aktionen und bei Fahrten in das Landesinnere ausgegeben. 'Nachdem die großen Konzerne kein Interesse an einer Kondomspende für Gabun hatten, habe ich mich erst an das Gesundheitsamt Trier gewandt, die mich an die AIDS-Hilfe verwiesen haben', erzählt Wirth. 'Hier erhielt ich unkompliziert und großzügig die 1000 Kondome, die in Lambaréné dankbar angenommen wurden.' Neben der Aufklärung zur Familienplanung dienen die Kondome vor allem zur Vermeidung von neuen HIV-Infektionen. HIV/Aids ist laut den Hinweisen des Auswärtigen Amts große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen, dazu zählen Sexualkontakte, unsaubere Spritzen aber auch Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Risiko bergen. Heute steht das Land mit 8,1 % HIV-Infizierten weltweit auf Platz 13. Gabun verzeichnet jährlich um die 3000 HIV-Todesfälle.
INFO: Die AIDS-Hilfe Trier e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und auf Spenden angewiesen. Die eigentliche Arbeit des Vereins konzentriert sich auf die Betreuung und Beratung von Aids-Infizierten und Aufklärung in der Region Trier.
Förderverein der AIDS-Hilfe Trier e.V.
Sparkasse Trier, BLZ: 585 501 30
Konto-Nummer: 222 53 16
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| Erklärung:
Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.
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