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Diverses
Insgesamt werden zwölf Journalisten für ihre Arbeit mit Henri
Nannen Preis gehrt - Verleihung in Hamburg Kisch-Preis für Reportage über Doppelmord von Tessin © AP (PR-inside.com 09.05.2008 22:14:08)
Hamburg (AP) Die «Zeit»-Journalistin Sabine Rückert hat für ihre Reportage «Wie das Böse nach Tessin kam» den Egon-Erwin-Kisch-Preis erhalten. Die Gerichts- und Kriminalreporterin beleuchtete darin die Parallelwelt eines 17-jährigen Gymnasiasten, der im Januar 2007 mit einem Freund in dem mecklenburgischen Dorf Tessin ein Ehepaar brutal erstochen hatte.
«Das ist die Rekonstruktion einer wahrlich gespenstischen Gewalttat», sagte «Stern»-Chefredakteur Andreas Petzold bei der Preisverleihung am Freitagabend im Deutschen
Schauspielhaus in Hamburg.
Für die Reportage, die im «Zeit Magazin Leben» erschienen ist, hatte Rückert mit den Eltern des Jungen gesprochen, die sie persönlich kennt. Sie habe schon aufwendigere Recherchen für Reportagen gehabt. Aber: «Das ist die erste in meinem Leben, die mich nicht hat schlafen lassen», sagte Rückert.
Der renommierte Egon-Erwin-Kisch-Preis wird seit gut 30 Jahren vergeben und ist das Herzstück des Henri-Nannen-Preises des Verlags Gruner + Jahr und des von ihm herausgegebenen «Stern». Dieser ist nach dem 1996 gestorbenen Gründer sowie langjährigen Herausgeber und Chefredakteur des «Stern» benannt und wurde 2008 zum vierten Mal vergeben.
Der Henri Nannen Preis in der Kategorie Investigation ging in diesem Jahr an vier «Spiegel»-Journalisten für den Bericht «Doping im Deutschen Radsport». In der Kategorie Humor wurde der «Zeit»-Kolumnist Harald Martenstein geehrt, im Bereich «Besonders verständliche Berichterstattung» die «Geo»-Geschichte von drei Autoren mit dem Titel «Kampf bis zum letzten Fisch». Der Preis für die beste Fotoreportage ging an den Chinesen Lu Guang.
Der Preis für Pressefreiheit ging an die irakische Journalistin Zainab Ahmed für ihre Standhaftigkeit und ihren Einsatz für die Freiheit der Berichterstattung.
Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki wurde für sein Lebenswerk geehrt. Bundeskanzlerin Angela Merkel war als Laudatorin nach Hamburg gekommen.
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