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Religion
Kirchenbeitrag besser „bottom up“ statt „top down“ verteilen (PR-inside.com 17.01.2012 15:56:13) - Kriterien für Pfarrzusammenlegungen in der Erzdiözese Wien
Die Zusammenlegung von Pfarren und Management-Vorgaben von oben sind für eine Kirchenreform die diesen Namen verdient zu wenig. „Wir sind Kirche“ fordert, dass die Gläubigen am Ort stärker als bisher direkt in die Entscheidungen einzubinden sind.
In der gestrigen Pressekonferenz stellte die Managementspitze der Erzdiözese Wien jene Kriterien vor, wonach das Dekanat 10, Favoriten, als Pilotprojekt neu organisiert werden soll. Jede Pfarre „müsse künftig über mindestens 4.000 Katholiken verfügen, fünf Prozent
des Pfarrbudgets müssen für neue Initiativen und Projekte gewidmet sein, die Kosten für den Pfarrhof und das Pfarrheim dürfen nicht mehr als 20 Prozent der erwirtschafteten Einnahmen ausmachen und die Instandhaltungskosten der Sakralbauten müssen ohne diözesane Zuschüsse auskommen können“, berichtet kathpress.
„Wir sind Kirche“ schlägt vor, dass die Haushaltspläne der Pfarren und der Diözese von „unten“ von der Basis her entstehen sollten. Die Kirchenbeiträge sollten weiterhin zentral erfasst aber „unten“ eingespeist werden. In demokratischen Entscheidungsprozessen auf pfarrlicher Ebene soll das Pfarrbudget erstellt und im Dekanat sowie auf diözesaner Ebene abgestimmt werden. Die Pfarrgemeinderäte, in einem synodalen Prozess, sollten zu entscheiden haben, wie viel Geld solidarisch umgeschichtet und die Zentrale bekommt. Diese hat ja – wie auch immer wieder von ihr betont wird – eine Dienstfunktion für die Basis. Daher soll auch die Basis entscheiden, in welchem Ausmaß. Einen darüber hinausgehenden Finanzbedarf könnte der Bischof aus den Einnahmen der Mensalgüter abdecken, auf die sonst niemand Einfluss hat.
Die Pfarrgemeinderäte sind dafür auch die passenden Organe, um bis hinauf zum diözesanen Vermögensverwaltungsrat mit Hilfe eines Entsendungsprinzips fachlich gute Vertreter zu entsenden.
Immerhin sind ja auch die Kirchenbeitragszahler „unten“. Logisch schlüssig wäre es daher, dass der demokratisch gewählte Pfarrgemeinderat über das gesamte – eigentlich der Pfarre gehörende Vermögen – zu entscheiden hätte und nicht der Bischof allein Kirchen verschenken könne. Seit vielen Generationen werden Spenden und kostenlose Arbeitsleistungen von der Kirche regelmäßig in Empfang genommen.
„Wir sind Kirche“ tritt für Eigenverantwortung und Selbständigkeit mündiger Katholikinnen und Katholiken ein. Auch jetzt in finanziell schwieriger werdenden Zeiten sollte daher die Basis nicht nur zum Zahlen aufgerufen sein sondern auch das Krisenmanagement am Ort eigenverantwortlich und entscheidungsbefugt vornehmen, einschließlich der Finanzen. Hilfe von „oben“ – soweit gewünscht – ist dabei sicher gern gesehen. Mehr aber nicht.
Eine solche Struktur entspricht auch dem in der kirchlichen Soziallehre wichtigen Grundsatz der Subsidiarität.
Für den Vorstand der Plattform „Wir sind Kirche“: Hans Peter Hurka sowie die Stellvertreter in Wien Dr. Paul Weitzer und für Österreich Dr. Martha Heizer
| Presse-Information: "Wir sind Kirche"
Kontakt-Person: Hans Peter Hurka Vorsitzender Telefon: ++43/1/315 42 00 E-Mail: e-Mail
Web: www.wir-sind-kirche.at
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| Erklärung:
Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.
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