Wirtschaft & Industrie
Kein Anstieg bei Unternehmensinsolvenzen erwartet © apa (PR-inside.com 01.02.2012 11:06:55) - Trotz des für heuer erwarteten Konjunkturabschwungs in Österreich rechnen die Kreditversicherer Euler Hermes und Prisma hierzulande mit keinem Anstieg der Unternehmensinsolvenzen. 2011 war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Österreich noch um 8 Prozent auf 5.680 zurückgegangen.
(Wien | APA | 2012-02-01 11:05) Trotz des für heuer erwarteten Konjunkturabschwungs in Österreich rechnen die Kreditversicherer Euler Hermes und Prisma hierzulande mit keinem Anstieg der Unternehmensinsolvenzen. 2011 war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Österreich noch um 8 Prozent auf 5.680 zurückgegangen.
Eine besonders starke Zunahme werde in Griechenland (+25,7 Prozent), Spanien (19,6 Prozent), Italien (+15 Prozent) und Portugal (+11 Prozent) erwartet, teilten die
beiden Kreditversicherer am Mittwoch mit. Weltweit sollen die Firmeninsolvenzen um drei Prozent steigen, in Europa insgesamt sogar um 12 Prozent.
Die südeuropäischen Länder führen wie schon in den vergangenen Jahren die Insolvenzstatistik in Europa an. "Traditionelle Wachstumsmotoren stehen still, die Absatzchancen verringern sich, die externe Wettbewerbsfähigkeit ist gering und der Zugang zu liquiden Mitteln aufgrund der Schwäche des Finanzsektors begrenzt", betonten die Kreditversicherer in ihrer Studie.
Zurückgehen werden die Unternehmensinsolvenzen hingegen in den USA (-7,1 Prozent) und China (-4,9 Prozent). Bei der Anzahl der Insolvenzen gibt es aber eine eklatante Differenz: 2012 wird die Insolvenz von 45.920 Unternehmen in den USA und nur 2.900 Firmen in China erwartet. Für Deutschland wird ein leichter Rückgang der Firmeninsolvenzen um 0,7 Prozent auf 30.290 prognostiziert. Auch in Großbritannien (-4,2 Prozent), Kanada (-2,7 Prozent), und Russland (-2,0 Prozent) wird mit rückläufigen Zahlen gerechnet.
Die Kreditversicherungsexperten erwarten, dass Österreich heuer mit einer "Konjunkturdelle davonkommt", bevor es 2013 wieder eine Beschleunigung des Wachstums geben soll. "Der verhaltene private Konsum, die Umsetzung politischer Reformen und das Engagement der Banken in Osteuropa bleiben weiterhin auf der 'Watchlist'".
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