(PR-inside.com 10.11.2009 12:40:04) - Im Zuge der Sanierung der zahlungsunfähigen
Karstadt-Warenhausgruppe will die Insolvenzverwaltung Anfang des
kommenden Jahres sechs ihrer 126 Filialen schließen. Weitere elf
Standorte würden geprüft, kündigte ein Sprecher der
Insolvenzverwaltung auf der Karstadt-Gläubigerversammlung am
Dienstag in Essen an.
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Essen (ddp). Im Zuge der Sanierung der zahlungsunfähigen Karstadt-Warenhausgruppe will die Insolvenzverwaltung Anfang des kommenden Jahres sechs ihrer 126 Filialen schließen. Weitere elf Standorte würden geprüft, kündigte ein Sprecher der Insolvenzverwaltung auf der Karstadt-Gläubigerversammlung am Dienstag in Essen an.
Den Angaben zufolge stehen folgende
Karstadt-Filialen vor der Schließung: in Hamburg das Karstadt-Haus im Elbe-Einkaufszentrum, in München die Karstadt-Filiale Haus am Dom und in Dortmund die Karstadt-Dependance in der Kampstraße. Darüber hinaus sollen zwei Filialen der Multimedia-Kette Schaulandt jeweils in Braunschweig und Berlin-Biesdorf sowie die World-of-Music-Filiale in Stuttgart geschlossen werden. Von den Schließungen betroffen seien insgesamt 400 Mitarbeiter, hieß es.
Die Gewerkschaft ver.di, die sich am Wochenende mit der Insolvenzverwaltung auf einen Sanierungs-Tarifvertrag für die Karstadt-Mitarbeiter verständigt hatte, hatte mit der Bekanntgabe der Schließung von sechs Standorten gerechnet. Der Sanierungs-Tarifvertrag gilt als wichtiger Eckpunkt für den Weiterbetrieb von Karstadt. Er sieht vor, dass die Belegschaft 150 Millionen Euro zur Rettung des Unternehmens aufbringt. Dazu wollen die Mitarbeiter drei Jahre auf Urlaubsgeld, große Teile des Weihnachtsgelds sowie tarifliche Vorsorgeleistungen verzichten.
Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg warb auf der Gläubigerversammlung für die Sanierung von Karstadt. Eine Sanierung sei «zukunftsversprechend». Es komme jetzt darauf an, das Unternehmen so zu stabilisieren, dass neue Investoren gefunden werden könnten. «Das ist die Voraussetzung für den Erfolg», fügte Görg hinzu. Durch eine Zerschlagung von Karstadt würde es dagegen zu hohen Vermögensschäden kommen.
Görg betonte, auch die Vermieter sowie die Logistik- und EDV-Dienstleiter müssten zur Sanierung von Karstadt ihren Beitrag leisten. Dazu seien bereits Verhandlungen mit dem Hauptmieter Highstreet aufgenommen worden. Mit dem Konsortium hat Karstadt Einheits-Mietverträge für 70 Prozent der Filialen abgeschlossen.
(ddp)
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