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Kunst

Karl Kraus kontrovers & Beate Krempe - Collagen

Montag, 20. Juni 2016, 20 Uhr Osteria Allora Wallensteinplatz 5-6, 1200 Wien
Montag, 20. Juni 2016, 20 Uhr Osteria Allora Wallensteinplatz 5-6, 1200 Wien
Spannender Diskurs über Karl Kraus in einer neuen Anthologie - in Form von Beiträgen einer Reihe namhafter Autorinnen und Autoren und Karl Kraus selbst. Vor der Buchpräsentation wird die Collagen-Ausstellung „Auf Spurensuche“ der deutschen Künstlerin Beate Krempe eröffnet.

 

PR-Inside.com: 2016-05-15 19:02:11
Spannender Diskurs über Karl Kraus in einer neuen Anthologie!

Am 20. Juni wird bei bilder.worte.töne die Anthologie „Karl Kraus kontrovers“ präsentiert, herausgegeben von Gera Gall in der „edition tarantel“. Anlässlich seines 80. Todestages (12. Juni 1936) wird dem bedeutenden österreichischen Schriftsteller, Publizisten, Satiriker, Dramatiker und Kritiker ein spannender literarischer Diskurs

gewidmet – in Form von Beiträgen einer Reihe namhafter Autorinnen und Autoren und Karl Kraus selbst. Vor der Buchpräsentation wird die Collagen-Ausstellung „Auf Spurensuche“ der deutschen Künstlerin Beate Krempe eröffnet.

BUCHPRÄSENTATION Gera Gall (Hg.) Karl Kraus kontrovers Ein Diskurs

edition tarantel, Wien 2016

ca. 200 Seiten EUR 15.-

ISBN 978-3-9504252-1-5

ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG

Auf Spurensuche Beate Krempe – Collagen zu sehen ab Ende Mai 2016

Die Anthologie enthält Beiträge von Walter Benjamin, Elias Canetti, Johann Dvořák, Otto Forst de Battaglia,

Albert Fuchs, Gerald Grassl, Dietmar Grieser, Edwin Hartl, Josef Haslinger, Hans Haut¬mann, Hugo Huppert, Egon Erwin Kisch, Georg Knepler, Elke Krasny / Christian Rapp, Miroslav Krleža, Kurt Krolop,

Rosa Luxemburg, Viktor Matejka, Josef G. Pichler, Michael Scharang, Hilde Schmölzer, Dagmar Schuberth, Richard Schuberth, Franz Schuh und Karl Kraus.

Im Vorwort wird das ambivalente Verhältnis der Herausgeberin zu Karl Kraus thematisiert. („Der hatte keinen mahnenden Zeigefinger, stattdessen einen Beistrich… ohne jedoch in seinem Spätwerk selbst die damals gängigen Beistrichregeln zu beherrschen.“)

Einerseits könnte Karl Kraus als ein früher „Feminist“ bezeichnet werden, andererseits sind die in der „Fackel“ durchgängig frauenfeindlich-reaktionären Inhalte nicht einmal mit dem damaligen Zeitgeist zu erklären, wie Hilde Schmölzer in ihrem aktuellen Buch „Frauen um Karl Kraus“ genau recherchiert hat.

Was das Judentum anbelangt, war Kraus zwar wichtiger Mahner gegen den Antisemitismus, jedoch werden seine Schriften gegen den Zionismus als Beispiele antisemitischer Publizistik gedeutet (siehe Richard Schuberth „30 Anstiftungen zum Wiederentdecken von Karl Kraus“). Walter Benjamin bezeichnete Karl Kraus vielleicht auch

deshalb als „echt jüdischen Salto mortale“.

Die hohen Ansprüche um Sprachgenauigkeit werden ebenfalls kritisch hinterfragt. Bedeutet es für Lohnabhängige, die oft nicht einmal „zufriedenstellend“ Bewerbungsschreiben verfassen können, dass sie über ihre Arbeits- und Lebenswirklichkeit erst dann schreiben dürfen, wenn sie in der Rechtschreibung auch den Anforderungen der an Karl Kraus geschulten Germanisten genügen? …

In ihren Collagen begibt sich Beate Krempe „auf Spurensuche“ und erlaubt sich einen Blick zurück in die eigene Kindheit. Sie bettet die melancholischen Erinnerungsbilder ein in den zeitlichen Zusammenhang der 70er Jahre in Walsrode, ihrer Heimatstadt in der Lüneburger Heide in Norddeutschland. Dazu wählte sie Motive aus alten Fotos, Schriften und Kalendern, es entsteht ein Stück Zeitgeschichte. Auf diese Weise beginnt sie die eigenen Wurzeln zu entdecken und damit einen Anker zu finden für das, was ist. Die Bilder fordern den Betrachter emotionell und intellektuell heraus. Sie sollen ihn anregen, seine eigene Geschichte zu reflektieren, neu zu erleben und – oft überraschende – Zusammenhänge zu erkennen – anhand dieser Collagen, die aus den verschiedensten Blickwinkeln auf das Leben gerichtet sind.

Beate Krempe wurde 1965 bei Bremen geboren. Durch ihren Großvater, der selbst Maler war und die Spaziergänge mit ihm durch Worpswede (bekannt für die 1889 gegründete Künstlerkolonie) kam sie schon früh mit Kunst in Berührung und durfte einmal eines ihrer Werke in einer seiner Ausstellungen zeigen. Seit dem Diplom für Kunst und Design in Hannover 1989 arbeitet sie als freie Künstlerin, Bühnenbildnerin und Organisatorin von Kunstprojekten und Kunstevents, zunächst in Düsseldorf, seit 2000 im eigenen Atelier in Willich. Seit 2007 ist sie künstlerische Leiterin von „Art meets Webdesign“. Beate Krempe kann auf zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, national und international verweisen.

Mitglied bei ::kunst-projekte::.

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verein ::kunst-projekte:: der [galerie]studio38 zvr 123612155
Kirchstetterngasse 41 1160 Wien

Ursula Pfeiffer
Kuratorin, Organisatorin
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Veröffentlicht durch
Ursula Pfeiffer
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