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Reptil in den Nürnberger Zoo gebracht - Zoodirektor Encke: «Sie können fies beißen»

Kaiman am Ufer der Rednitz


Kaiman am Ufer der Rednitz
Kaiman am Ufer der Rednitz ©ddp

(PR-inside.com 20.08.2007 17:26:52) - Der kleine Kaiman hatte friedlich am Ufer in der Sonne gelegen.
Doch dann entdeckte am Montag ein Spaziergänger das Reptil an der
Böschung der Rednitz im Landkreis Roth und es war Schluss mit der
Ruhe: Der Mann alarmierte Polizei und Feuerwehr, die nach einiger
Zeit eintrafen.

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Roth (ddp-bay). Der kleine Kaiman hatte friedlich am Ufer in der Sonne gelegen. Doch dann entdeckte am Montag ein Spaziergänger das Reptil an der Böschung der Rednitz im Landkreis Roth und es war Schluss mit der Ruhe: Der Mann alarmierte Polizei und Feuerwehr, die nach einiger
Zeit eintrafen. «Das hat etwas gedauert», sagte ein Polizeisprecher und fügte erklärend hinzu: «Denn die Kollegen mussten erst noch eine Schlaufe besorgen, um das Tier einfangen zu können.» Das rund 70 Zentimeter lange Reptil wartete brav auf die Einsatzkräfte.
In einer Plastikkiste wurde nach gelungener Fangaktion der Brillenkaiman zum nächsten Revier transportiert. Dort setzten sich die Beamten mit dem Nürnberger Tiergarten in Verbindung. Der Direktor versprach, sich um das Reptil zu kümmern - zumindest vorläufig. «Der Kaiman muss sich jetzt erst einmal beruhigen», sagte Zoodirektor Dag Encke. «Er ist sehr panisch.» Er schlage wild um sich und haue gegen die Gitterstäbe.
Nach Angaben des Experten ist der Kaiman noch ziemlich jung. «Die Tiere werden bis zum 1,50 Meter lang», berichtete Encke. Doch obwohl das Tier noch jung ist, stufte der Zoodirektor es bereits als gefährlich ein: «Sie können fies beißen.»
Der Direktor hofft, dass der Besitzer sein «Haustier» bald beim Zoo abholt. «Vielleicht wolle er ihn im Garten sonnen lassen und der Kaiman ist ausbüxst», vermutete der Zoodirektor. Noch gut in Erinnerung ist der Kaiman «Sammy», der im Juli 1994 seinem Besitzer bei einem Ausflug an einen Baggersee im niederrheinischen Dormagen entwischt war und die Republik drei Tage lang in Atem gehalten hatte.
Einige Besitzer setzen ihre Tiere auch mutwillig aus - besonders in der Urlaubszeit. Der Zoodirektor weiß von Leuten, die sich «ein kleines, süßes Krokodilchen» kaufen, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein. «Spätestens wenn sie das erste Mal einen Schlag mit dem Schwanz abbekommen, wird es ungemütlich», sagt er. Erst Mitte Juli war ein Kaiman in Nürnberg in einem Plastikeimer ausgesetzt worden. Sein neues Zuhause ist nun die Reptilienauffangstation in München.
Der kleine Kaiman kann nicht im Nürnberger Tiergarten bleiben. «Wir haben schon ein Pärchen erwachsener Kaimane», berichtete Encke. «Wenn ein Fremder in ihr Territorium kommt, ist er ein ungebetener Gast.» Die großen Kaimane würden den Kleinen «fertig machen».
(ddp)

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