(PR-inside.com 09.11.2009 15:08:05) - Die vom Kasseler Düngemittelhersteller geplante 400 Kilometer
lange Salz-Entsorgungspipeline an die Nordsee verstößt nach
Überzeugung des niedersächsischen SPD-Europaabgeordneten Bernd Lange
gegen die EU-Wasserrahmenrichtlinie.
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Hannover/Brüssel (ddp-nrd). Die vom Kasseler Düngemittelhersteller geplante 400 Kilometer lange Salz-Entsorgungspipeline an die Nordsee verstößt nach Überzeugung des niedersächsischen SPD-Europaabgeordneten Bernd Lange gegen die EU-Wasserrahmenrichtlinie. «Dieses Wassergrundgesetz der EU, an dem ich intensiv mitgewirkt habe, sieht vor, dass unsere Gewässer bis 2015 in einen
guten Zustand zu überführen sind, eine Verschlechterung zu verhindern und eine schrittweise Reduzierung der Verschmutzung durchzuführen ist,» erkläre Lange am Montag.
Die Pipeline konterkariere diese Zielsetzung, argumentierte er. Lange wandte sich zwecks Klärung mit einer dringenden Anfrage zur Salzeinleitung in Werra und Weser an die Europäische Kommission.
Laut einem Bericht des «Westfalen-Blatts» vom Montag sind die Pipeline-Pläne von K+S weit gediehen. Danach soll die Einleitung der Salzlauge entweder am Jadebusen bei Wilhelmshaven oder nördlich des Vogelschutzgebietes Alte Mellum erfolgen, wie das Blatt unter Berufung auf den Runden Tisch »Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion« berichtete. Für die Nordsee sei die Aufnahme der Salzlauge kein ökologisches Problem.
Einen entsprechenden Vorschlag will der Runde Tisch »Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion« am Dienstag in Kassel unterbreiten. Mitglieder des Runden Tisches sind Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Ländern, Kommunen, Umwelt- und Fischereiverbänden.
Bereits am Montag wollten sich in Hannover die Vertreter der fünf Umweltausschüsse der Landtage der Weseranrainer-Bundesländer Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen mit dem Thema Salzeinleitungen befassen.
(ddp)
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