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Politik
«Wir brauchen einen politischen Diskurs in der Gesellschaft»
Köhler fordert mehr Respekt für deutsche Soldaten in Afghanistan (PR-inside.com 22.05.2010 08:21:04) - Nach seinem Besuch im Feldlager Masar-i-Sharif hat Bundespräsident Horst Köhler mehr Respekt für die deutschen Soldaten in Afghanistan gefordert. «Wir brauchen einen politischen Diskurs in der Gesellschaft, wie es kommt, dass Respekt und Anerkennung zum Teil doch zu vermissen sind, obwohl die Soldaten so eine gute Arbeit machen», sagte Köhler am Samstag im Deutschlandradio Kultur.
Berlin (ddp). Nach seinem Besuch im Feldlager Masar-i-Sharif hat Bundespräsident Horst Köhler mehr Respekt für die deutschen Soldaten in Afghanistan gefordert. «Wir brauchen einen politischen Diskurs in der Gesellschaft, wie es kommt, dass Respekt und Anerkennung zum Teil doch zu vermissen sind, obwohl die Soldaten so eine gute Arbeit machen», sagte Köhler am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Den Bundeswehr-Soldaten solle Respekt und Anerkennung gezollt werden
«für das, was sie leisten, denn sie leisten wirklich Großartiges unter schwierigsten Bedingungen.» Das habe er mit seinem Besuch auch zum Ausdruck bringen wollen.
Es sei in Ordnung, wenn in Deutschland kritisch über den Einsatz der Bundeswehr diskutiert werde. Ein Land «unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit» müsse aber zur Wahrung seiner Interessen «im Zweifel» auch zu militärischen Mitteln greifen. Es gelte, «ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen» und sich somit negativ auf Handel, Arbeitsplätze und Einkommen auswirkten.
Der Bundespräsident sagte, es werde auch künftig Todesfälle unter Soldaten und zivilen Aufbauhelfern geben. «Das ist die Realität unseres Lebens heute.» Es sei unvermeidlich, dieser Realität ins Auge zu blicken. «Deshalb halte ich es auch nach der Diskussion über den Begriff 'Krieg' oder 'kriegsähnlichen Zustand' oder 'bewaffneter Konflikt' für ganz normal, wenn die Soldaten in Afghanistan von Krieg sprechen, und ich habe es auch für normal gehalten, dass ich auch im Gespräch mit ihnen dann nicht eine verkünstelte andere Formulierung gewählt habe.»
ddp
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