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Gesundheit & Medizin

136. Jahrestagung der Nordwestdeutschen Gesellschaft für Innere Medizin (NWGIM)

Junge Frauen greifen wieder öfter zur Zigarette / Jeder siebte Deutsche bereits von obstruktiven Lungenerkrankungen betroffen



(PR-inside.com 28.01.2010 13:43:10) - Jahrestagung der Nordwestdeutschen Gesellschaft für Innere Medizin weist auf einfache Diagnosemöglichkeiten und neue Medikamente hin

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Am 5. und 6. Februar 2010 trifft sich die Nordwestdeutsche Gesellschaft für Innere Medizin (NWGIM) zu ihrer 136. Jahrestagung in Hamburg, um sich über die neuesten Entwicklungen in ihrem Fachgebiet auszutauschen. Aufgrund ihrer Häufigkeit sind vor allem Bluthochdruck und chronische Lungenerkrankungen Gegenstand intensiver Forschung. Es werden ca. 400 Ärzte erwartet.

Arteriosklerose: einfache Tests und moderater Sport helfen Risikopatienten

Wie Tagungspräsident Professor Hermann Haller aus Hannover
ausführt, ist Bluthochdruck der größte Risikofaktor für Gefäßschäden und Arterienverkalkung (Atherosklerose / Arteriosklerose). Die Veränderung der Gefäßwände ist ein schleichender Prozess, um so wichtiger ist daher die frühe Diagnose. Neben dem Ultraschall und der Messung der Steifigkeit der Gefäße ist vor allem die sogenannte Albuminurie ein wichtiges Anzeichen eines erkrankten Gefäßsystems. Albumin ist ein Eiweiß, das in der Leber gebildet wird und im Urin nachgewiesen werden kann, wenn die Nierengefäße geschädigt sind. Die Diagnose ist sehr einfach über einen Teststreifen möglich. Laut Professor Haller wird diese einfache Untersuchung zu selten durchgeführt. Gerade Patienten mit Bluthochdruck oder Diabetes sollten regelmäßig kontrolliert werden. Um die Gefäße zu schützen, ist vor allem die Normalisierung des Blutdrucks wichtig. Regelmäßige sportliche Betätigung, mindestens dreimal wöchentlich für 30 Minuten, kann die Erkrankungshäufigkeit und die Todesrate für Herz-Kreislauferkrankungen senken. Daneben gibt es viele unterschiedlich wirkende Medikamente, mit denen in den meisten Fällen eine ausreichende Blutdrucksenkung gelingt. In Studien werden Methoden erprobt, die in besonders schweren Fällen zum Einsatz kommen. So berichtet Professor Haller über die Stimulation Blutdruck regulierender Zellen an der Halsschlagader, die an der Medizinischen Hochschule Hannover durchgeführt wird. Eine weitere Möglichkeit, die unter anderem auch in der Uniklinik Eppendorf in Hamburg zum Einsatz kommt, ist die Verödung des Sympathikus-Nerven an der Niere. Dieser "Stressnerv" sorgt für die Ausschüttung von Adrenalin, was die Gefäße verengt und den Blutdruck erhöht. Wenn diese Fasern ausgeschaltet werden, so die Idee, wird weniger Adrenalin ausgeschüttet, und der Blutdruck sinkt. Die genaue Ursache der Hypertonie ist übrigens trotz intensiver Forschung nicht bekannt. Es gibt eine genetische Veranlagung, die man aber derzeit noch nicht für gezielte Tests nutzen kann.

Neue Volkskrankheit „Chronische obstruktive Lungenerkrankungen“ - COPD

Professor Tobias Welte von der Medizinischen Hochschule Hannover weist auf die zunehmende Häufigkeit der chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) hin, indem er sie als "neue Volkskrankheit" bezeichnet. Wichtig ist das Wort „obstruktiv“. Es bedeutet, dass die Bronchien dauerhaft verengt sind, was zur Atemnot führt – das wichtigste Symptom dieser Krankheit. Von den über 40-jährigen sind bereits 14 % betroffen, also etwa jeder Siebte. Dass diese Zahl zunimmt, liegt unter anderem schlicht daran, dass die Menschen immer älter werden. Ein weiterer Grund ist das Rauchen als wichtigste Krankheitsursache in Industrieländern. Vor allem jüngere Frauen greifen in den letzten Jahren wieder häufiger zur Zigarette. Laut Professor Welte ist das ein gesellschaftliches Phänomen, das in Krisenzeiten häufig zu beobachten ist. So zeigen aktuelle amerikanische Untersuchungen, dass die Zahl der rauchenden Frauen seit Beginn der Wirtschaftskrise deutlich angestiegen ist.

Zur Therapie werden auf dem Kongress zwei neue Medikamente vorgestellt, die die Bronchialgefäße erweitern und weniger Nebenwirkungen haben als die bisher angewendeten Präparate. Wie beim Bluthochdruck spielt auch bei der Therapie der COPD die Bewegung eine große Rolle.

Presse-Information:
136. Jahrestagung der Nordwestdeutschen Gesellschaft für Innere Medizin (NWGIM) am 5./6.2.2010 in der Handelskammer Hamburg

Medienkontakt:
Sabine Altmann PR
Baumfalkenweg 4
22397 Hamburg
eMail: sabine.altmann@altmann-pr.com

Kontakt-Person:
Sabine Altmann

Telefon: 040/642 08 600


Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.
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