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Kunst

Jorge Stever Ausstellung „die würde der stille“

„die würde der stille“ Jorge Stever Kunstwerke in Köln
„die würde der stille“ Jorge Stever Kunstwerke in Köln
PR-Inside.com: 2017-11-19 23:57:36
er ist ein unaufgeregter mann, jahrgang 1940. ein zurückhaltender, stets elegant gekleideter künstler, der keine interviews gibt. „ich bin maler“, war einmal seine knappe antwort auf eine interviewanfrage. er lebt zurückgezogen mit seiner kunst, seinen tieren und seiner passion zum kochen. da werden, ganz wie in alten kölner Tagen - anfang der 70er jahre - freunde eingeladen und fürstlich bewirtet. gerne erzählt er dann schon mal über diese zeit in seinem künstleratelier auf der aachenerstrasse, wo viele namhafte kollegen aus der ganzen welt ein und aus gingen. ein früher „hotspot“ für moderne kunst, mitten in köln.


nein, ein freund vom großen rampenlicht ist jorge stever sicher nicht. war er noch nie. seit 1974 ist caracas, venezuela die heimat des gebürtigen brandenburgers. hier fand er die ruhe um seinen unverwechselbaren werken die perfekte qualität zu verleihen. und seine kunst weiter zu entwickeln. das schätzen seine sammler auf der ganzen welt. stever nennt es „die würde der stille“. bis ein kunstwerk sein atelier verlässt können da auch mal zwei jahre vergehen. dies zeugt von seinem perfektionismus und seinem hohen anspruch an die arbeiten.

die konzeptphase, so erklärt er in einem gespräch, sei das wichtigste. danach kommt die auswahl der medien und zum schluss erst der physische prozess. “das resultat ist immer lebendig und jede geste, jeder gedanke für immer in bewegung“, erklärt er geduldig.

es gibt in seinen arbeiten keine zufälle. sie sind präzise und von einer unfassbar zeitlosen souveränität.

nach dem überwältigendem erfolg auf der mittlerweile legendären „documenta 5“ in kassel 1972 reiste der damals 32-jährige jorge stever von einer ausstellung zur anderen: london, stockholm, kopenhagen, kansas city, bogota. er war der erste deutsche künstler, der in new york ausstellte; damals ein ritterschlag der kunstwelt. die dort gezeigten werke waren bereits zwei wochen vor ausstellungseröffnung verkauft. deutsche künstler waren damals gefragt, und wurden hoch gehandelt. er erhielt in der folge zahlreiche auszeichnungen: im jahr 1973, den kunstpreis für malerei des landes nordrhein-westfalen. doch stever präsentierte sich nie und stiftete die erhaltenen preise. gesellschaftliche ereignisse interessierten den zurückhaltenden stever genauso wenig, wie die modetrends.

modetrends mit ihren kurzen lebenszyklen irritieren stever bis heute. „man weiss dann nicht mehr, was von aussen oder innen kommt“ erklärt er. folgerichtig und konsequent suchte er daher 1974 die distanz zu den trendsuchenden kunstzentren in europa und den usa. dabei war er selbst schon sehr früh das objekt der kunstinteressierten gesellschaft und bestandteil einer aufstrebenden, aus heutiger sicht historischen Künstlergeneration.

jetzt kommen erstmals nach langer zeit wieder werke von jorge stever nach köln. als galeriepartner hat sich der 77-jährige stever dabei eine kunstgalerie im kölner agnesviertel ausgewählt. der galerist der „eine art galerie“, peter hofmann vertritt bereits einen kleinen kreis namhafte künstler aus umliegendenden europäischen ländern und new york. hofmann bezeichnet die neue kooperation als symbiose von qualitätern.

die ausstellung ist bis zum 31. januar 2018 in köln zu sehen.

Presseinformation
eine art galerie
Neusserstrasse 28

Peter Hofmann
Inhaber
015123673982
email
www.eine-art-galerie.de


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