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60 Jahre „Sterben war ihr täglich Brot“ – Tatsachen-Roman berührt bis heute

Wenn ein Mensch Geburtstag hat, freut er sich, wenn jemand an ihn denkt. Wenn ein Buch Geburtstag hat und dies nicht unbemerkt verläuft, so muss es sich schon um ein besonderes Werk handeln: „Sterben war ihr täglich Brot“ von Norbert Lebert wird in diesem Jahr 60 Jahre. Gleich drei Jubiläen ranken sich 2018 um das Werk und dessen Geschichte, die zugleich ein Stück deutscher Vergangenheit ist. Anbei die offizielle Pressemitteilung zur kostenfreien Verwendung.
Ein Buch feiert Geburtstag und steht wieder im Blickpunkt.
Ein Buch feiert Geburtstag und steht wieder im Blickpunkt.
PR-Inside.com: 2018-08-28 12:43:07
+++ Das Buch „Sterben war ihr täglich Brot“ von Norbert Lebert über die Testpiloten von Rechlin/Müritz gibt einen einmaligen Einblick in ein bewegtes Stück deutscher Vergangenheit auf der größten Erprobungsstelle der Luftwaffe bis 1945 +++ August 2018: Mehrere Jubiläen ranken sich um das Buch, das sensibilisiert, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen +++

Rechlin. Wenn Norbert Lebert noch leben würde, hätte es ihn sicher gefreut. Er ist der Autor des Romans „Sterben war ihr täglich Brot“, der auch im 60. Jahr nach Erstveröffentlichung nichts von seiner Faszination eingebüßt hat. Im vergangenen Jahr wurde der Originalroman von 1958 neu herausgegeben, versehen mit einem zeitgeschichtlichen Anhang. Jetzt ging die Neuausgabe bereits in die zweite Auflage. Dabei ist es ein Stoff, der es in sich hat und der eng verknüpft ist mit der Vergangenheit ganz Deutschlands. Wie das zusammenhängt?


Exakt 100 Jahre ist es her, dass die „Fliegerische Versuchs- und Lehranstalt am Müritzsee“ in Rechlin durch Großherzog Friedrich-Franz von Mecklenburg-Schwerin eingeweiht wurde. Das war am 29. August 1918. Eine Entscheidung von weitreichender Bedeutung. Ging doch daraus die zentrale Flugzeug-Erprobungsstelle der Deutschen Luftwaffe hervor, auf der im zweiten Weltkrieg bis 1945 immer neue Flugzeugtypen, Vorserienmuster und Baureihen bis hin zu den ersten Strahlflugzeugen der Welt getestet wurden, die im Luftkampf an der Front eingesetzt werden sollten. Es war ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte, aber auch eine Zeit, die geprägt war von einem rasanten technischen Fortschritt. Viele der Testpiloten kamen damals ums Leben. Heute ist deren Geschichte im Luftfahrttechnischen Museum Rechlin dokumentiert, das gerade sein 20-jähriges Bestehen feierte.

Und genau jene Geschichte, die von den Testpiloten in Rechlin, wird auch in dem Roman „Sterben war ihr täglich Brot“ beleuchtet. Es ist ein Roman nach Tatsachen, der nah am Menschen erzählt wird und auf einmalig bewegende Weise für das Thema sensibilisiert. Erstmalig erschienen ist das Buch seinerzeit im Hestia Verlag Bayreuth. Es gab verschiedene weitere Ausgaben. Dann war das Werk vergriffen und lange Zeit nur noch in Antiquariaten und bei Sammlern erhältlich. Im Juni 2017 wurde es schließlich wieder entdeckt und bei mecklenbook neu aufgelegt und mit einem dokumentarischen Anhang und vielen Fotos versehen.

Nun ja, wenn ein Buch ein zweites Leben geschenkt bekommt, dann ist das immer auch ein Wagnis. Groß die Gefahr, dass es floppen könnte und die Auflage in einem Keller verstaubt. Wenn dieses zweite Leben aber immer noch eine wachsende, überregionale Leserschaft erreicht, dann ist das der Beweis, dass es sich um ein besonderes Werk handeln muss. Zum 60. „Geburtstag“ seines Erscheinens hat sich das Buch „Sterben war ihr täglich Brot“, dessen Autor schon 1993 verstarb, mit einer weiteren Auflage quasi selbst ein Geschenk gemacht. Am Roman hat sich im Vergleich zur Originalfassung nichts geändert, auch die alte Rechtschreibung ist geblieben. Es ist ein Buch, das nichts schönfärbt oder verherrlicht, aber die Geschichte unter den Vorzeichen der damaligen Zeit erzählt. Im Mittelpunkt steht dabei ein junger, flugbegeisterter Oberleutnant, um ihn herum der Alltag auf der E’Stelle Rechlin mit all seinen Risiken und mit fortschreitendem Krieg und zunehmendem Erprobungsdruck auch immer mehr Unfällen:

„Brendick zog seinen Liegestuhl in den Schatten und nahm die Sonnenbrille ab. Die dunkelgrünen Gläser waren klebrig von dem Schweiß, der auf seinem Gesicht glänzte. Die Hitze war unerträglich. Die Hitze und die Stille…“ Sein Blick geht an diesem Tag nach oben. Gerade eben war einer der Testpiloten in sein Flugzeug gestiegen: Sein bester Freund Helmut Seitz steuert die Maschine. Der Tag wäre nur einer wie viele gewesen. Aber Brendick wusste um den Forschungsauftrag 127, eine streng geheime Kommandosache des Reichsluftfahrtministeriums, die im Chefbüro lag. Er wusste um ihren Wortlaut: „Die Erprobungsstelle Rechlin hat festzustellen, ob die Me 109 unter allen Voraussetzungen sturzflugtauglich ist…“ Die Me 109 – jener Flugzeugtyp, der jetzt am Rechliner Himmel surrt und dessen Pilot nicht ahnt, dass sein bester Freund unten im Vorgarten der Siedlungshäuser steht und um ihn bangt…

„Sterben war ihr täglich Brot“ – eine Geschichte, die noch lange nicht zu Ende erzählt ist.

Das Buch ist erhältlich unter 0800 1513030 sowie www.mecklenbook.de und im Buchhandel: ISBN 978-3-946599-30-2; 300 Seiten; Softcover; Preis: 17,90 Euro.

Rezensionsexemplare für Journalisten können angefordert werden unter kontakt@mecklenbook.de Bitte Medium, Ressort und Ansprechpartner, zudem genaue Anschrift des Verlages/Senders angeben!

Presseinformation
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17033 Neubrandenburg

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