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5000 Jahre Kostheim - Wohltäterin war älter

Autoren Ernst Probst und Doris Probst fanden Überraschendes über Benedicta Felicitas von Berberich, geborene Wolfskeel, heraus. Bereits 1697 geboren
Stammbaum der Adelsfamilie Wolfskeel
Stammbaum der Adelsfamilie Wolfskeel
PR-Inside.com: 2018-08-03 13:49:34
Mainz-Kostheim/Würzburg – Zehn Jahre älter, als man bisher dachte, war die große Wohltäterin Benedicta Felicitas Freifrau von Berberich (1697-1764), die ihr Testament zugunsten der katholischen Kirche „St. Kilian“ und der Bevölkerung in Kostheim verfasste. Mit dieser Neuigkeit warten Ernst Probst und seine Ehefrau Doris in ihrem neuen Taschenbuch „5000 Jahre Kostheim“ auf, das nur bei Amazon erhältlich ist. Bisher hatte es geheißen, die Freifrau sei erst 1707 in der Gegend von Würzburg zur Welt gekommen. Die beiden Autoren aus Kostheim entdeckten in einem 1729 bereits zu Lebzeiten der Freiherrin erschienenen Buch deren korrektes Geburtsjahr 1697.


Der Vater von Benedicta Felicitas war Johann Wilhelm, Reichsfreiherr von Wolfskeel (1669–1716). Von 1687 bis 1690 diente er als Domherr im Bistum Würzburg sowie in Eichstätt und Bamberg. Nach Rückgabe aller geistlichen Ämter und Pfründe heiratete er 1690 Eleonore Juliane Charlotte von Selbach (gestorben 1716). Danach schlug er eine militärische Laufbahn als Oberst eines Dragoner-Regiments ein und wurde nach dem Militärdienst würzburgischer Oberamtmann auf der Trimburg bei Hammelburg. Benedicta Felicitas war das vierte von fünf Kindern.

Die meiste Zeit lebte Benedicta Felicitas in Franken. Ihr geliebter „Eheherr“ Eugen Alexander Freiherr von Berberich soll Postmeister in Würzburg gewesen sein. Über ihn ist allerdings in Archiven und in der Literatur nichts zu finden, so als habe er nie existiert. Nach dem Tod ihres Gatten wurde das Dorf Kostheim kurz vor der Mündung des Mains in den Rhein ab 1754 die neue Heimat der kinderlosen Witwe. Dort fühlte sich die fromme Adelige bald so wohl, dass sie im Dezember 1756 in einem neunseitigen Testament viel Gutes für Kostheim beschloss.

Dank des von ihr hinterlassenen Geldes, Goldes und Edelsteinschmuckes entstand zwischen 1766 und 1769 am Mainufer in Kostheim an gleicher Stelle wie das abgerissene baufällige alte Gotteshaus ein prächtiger Kirchenneubau mit reicher Ausstattung. „St. Kilian“ genoss fortan den Ruhm, die schönste Barockkirche am unteren Main zu sein. Tragischerweise lag dieser Prachtbau bereits 1793 in Trümmern, nachdem Preußen und Österreicher auf das von Franzosen besetzte Kostheim schätzungsweise 40.000 Kanonen- und Haubitzenkugeln abfeuerten.

Das Grab der Freifrau von Berberich in „St. Kilian“ ging bei der erwähnten Zerstörung dieser Kirche verloren. In Kostheim benannte man die Berberichstraße und die Kleine Berberichstraße nach der unvergessenen Wohltäterin, Vonn 1963 bis 1966 trug die Mädchenschule in der Mathildenstraße von Kostheim den Namen Freifrau-von-Berberich-Schule.

Das Original-Testament der Freifrau befindet sich seit 2012 im Dom- und Diözesanarchiv in Mainz, eine Kopie im Heimatmuseum Kostheim. Bedauerlicherweise sind viele Einzelheiten aus dem Leben der Freifrau und ihres Mannes in Vergessenheit geraten.

Bestellungen des Taschenbuches „5000 Jahre Kostheim“ nur bei Amazon unter der Internetadresse

www.amazon.de/dp/1721540504/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1533116504&sr ..

Presseinformation
Autor Ernst Probst
Im See

11

Ernst Probst
Journalist und Autor
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