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Wirtschaft & Industrie

Thema in den Schulen vernachlässigt

IAB: Deutsche scheuen Schritt in die Selbstständigkeit



(PR-inside.com 22.06.2009 12:56:03) - In Deutschland gibt es im internationalen Vergleich wenig Unternehmensgründer. Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Montag mitteilte, sind laut einer Analyse gegenwärtig nur 1,4 Prozent der zwischen 18- und 64-Jährigen dabei, eine Firma zu gründen. Weitere 2,4 Prozent hätten sich während der vergangenen dreieinhalb Jahre selbstständig gemacht.

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Nürnberg (ddp). In Deutschland gibt es im internationalen Vergleich wenig Unternehmensgründer. Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Montag mitteilte, sind laut einer Analyse gegenwärtig nur 1,4 Prozent der zwischen 18- und 64-Jährigen dabei, eine Firma zu gründen. Weitere 2,4 Prozent hätten sich während der vergangenen dreieinhalb Jahre selbstständig gemacht. Insgesamt könnten so knapp zwei Millionen Menschen
als Gründer bezeichnet werden. Damit belegt Deutschland laut IAB innerhalb von 18 vergleichbar entwickelten Ländern den vorletzten Platz. Besonders viele Firmengründer gebe es demnach in den USA, Schlusslicht sei Belgien. In Deutschland sei die Bevölkerung im Vergleich zu anderen Ländern eher risikoscheu. «Die Angst mit einem Unternehmen zu scheitern, hält viele von einer Gründung ab», schreiben die Autoren. Zugleich habe Deutschland unter den europäischen Vergleichsländern den zweithöchsten Anteil an sogenannten getriebenen Gründern, die aus der Not heraus in die Selbstständigkeit gingen. Insgesamt sei die Kultur der Selbstständigkeit hierzulande nur schwach ausgeprägt. Dabei spiele auch eine Rolle, dass das Thema in den Schulen vernachlässigt würde. Lediglich zwölf Prozent der Befragten hätten sich in der Schule mit diesen Themen auseinandergesetzt. «Dabei ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dieser Erwerbsform sinnvoll, denn die Entscheidung zur Selbstständigkeit fällt in der Regel bereits in jungen Jahren», kommentieren die Gründungsforscher dieses Befragungsergebnis. Besser schneidet Deutschland dagegen bei den Rahmenbedingungen von Gründungen ab. Die Infrastruktur und der Schutz geistigen Eigentums gehören laut der Studie zu den Stärken des Standorts Deutschland. Die Studie hatte das an die Bundesagentur für Arbeit (BA) angeschlossene Institut zusammen mit dem Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover angefertigt. Sie beruht den Angaben zufolge auf den Daten des Global Entrepreneurship Monitors (GEM). Allein in Deutschland wurden dabei mehr als 4700 Personen befragt. Insgesamt wurden 2008 nahezu 127 000 Interviews in 43 Ländern durchgeführt. (ddp)


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