(PR-inside.com 07.11.2009 16:19:01) - Neun Jahre nach der Brandkatastrophe in der Bergbahn von Kaprun
mit 155 Toten wollen Hinterbliebene der Opfer vor den Europäischen
Gerichtshof ziehen. Auslöser sei eine Entscheidung der
Staatsanwaltschaft Linz vom vergangenen Montag, die das Verfahren
gegen vier Gerichtsgutachter eingestellt hatte, berichtete das
Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag vorab.
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Hamburg (ddp). Neun Jahre nach der Brandkatastrophe in der Bergbahn von Kaprun mit 155 Toten wollen Hinterbliebene der Opfer vor den Europäischen Gerichtshof ziehen. Auslöser sei eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft Linz vom vergangenen Montag, die das Verfahren gegen vier Gerichtsgutachter eingestellt hatte, berichtete das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag vorab.
Die Gutachter waren angezeigt worden, weil sie im Strafprozess gegen Verantwortliche der Gletscherbahn,
des österreichischen Zugherstellers, des österreichischen TÜV und des Wiener Verkehrsministeriums falsche Aussagen zugunsten der Angeklagten getroffen haben sollen. Alle 16 Angeklagten waren im Jahr 2004 mit der Begründung freigesprochen worden, sie hätten den Brand nicht vorhersehen können.
Viele Hinterbliebene wollen sich laut «Spiegel» mit dem Freispruch nicht abfinden. «Ich verkrafte es als Jurist nicht, dass ein Rechtssystem so missbraucht wird wie in diesem Fall bei uns in Österreich», begründete der Wiener Rechtsanwalt Gerhard Podosovnik, der 80 Hinterbliebene vertritt, den Weg nach Straßburg.
Bei der Katastrophe am 11. November 2000 waren im Tunnel zum Kitzsteinhorn 155 Menschen ums Leben gekommen. Auch 37 Deutsche starben, als die mit Skifahrern voll besetzte Standseilbahn Feuer fing.
(ddp)
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