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Gorilla Bokito

Gorilla Bokito - Das unverantwortliche Desaster von Handaufzuchten


Gorilla Bokito - Das unverantwortliche Desaster von Handaufzuchten
Langeweile im künstlichen Lebensraum Zoo (Zoo Berlin 2007)

(PR-inside.com 20.05.2007 16:25:18)

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Pressemitteilung vom Sonntag, 20. Mai 2007

Gorilla Bokito
Das unverantwortliche Desaster von Handaufzuchten
Opfer sollten den Zoo Rotterdam verklagen

Nürtingen. Tierrechtler Frank Albrecht, der durch seine Kritik an der Handaufzucht von Knut für erheblichen Medienwirbel sorgte, nimmt Bokitos blutige Flucht erneut zum Anlass die Institution Zoo und seine maßlosen Willkür im Umgang mit
der Kreatur in Frage zu stellen.

Nach Ansicht Albrecht sei Bokitos Flucht und anschließende Aggressivität u.a. auf seine zu starke Prägung auf den Menschen (Handaufzucht) zurückzuführen. Vor der Geschlechtsreife fühle er sich mehr auf Menschen, als auf seine Artgenossen, hingezogen. Solche fehl geprägten Individuen nutzen dann jede Möglichkeit sich seiner Artgenossen 'dem Menschen' zu nähern. Dies beweisen auch die vielen vorherigen Ausbrüche. So bestätigte Ziehvater Reiman Opitz gegenüber der BZ (20.05.2007), dass BOKITO schon drei bis viermal in Berlin ausgebüxt sei.

'Handaufgezogene Individuen sind, wenn sie dann in die Geschlechtsreife kommen, aggressiver gegenüber Menschen. Sie sehen nur in dem Menschen, nicht in ihren eigentlichen Artgenossen, einen Rivalen. Durch diese Fehlprägung bleiben solche Geschöpfe immer tickende Zeitbomben. Bokitos Angriff war ganz klar vorprogrammiert, voraussehbar und wahrscheinlich durch Mangel an Sicherheit begünstigt gewesen. Die Opfer sollten den Zoo verklagen', so der Zookenner kritisch. 'Bokitos aggressiver und blutiger Ausbruch ist die Folge von menschlicher Ignoranz, die Natur kopieren zu wollen und eine bodenloser Willkür gegen die Kreatur.'

'Handaufgezogene Tiere können also unter bestimmten Umständen und zu bestimmten Zeiten eben wegen ihres Geprägtseins auf den Menschen außerordentlich gefährlich werden.'
(Katarina Heinroth/ Berlin/ aus: 'Der zoologische Garten'; Band 39; Heft 1/6; Seite 106-115)

Weiter meint der Tierrechtler, dass handaufgezogene Gorillas als asssozial bezeichnet werden können. So ziehen viele Gorillamütter, die auch in Menschenhand aufgewachsen sind, ihre Babys auch nicht auf. So genannte 'Gorilla-Kinderstuben' (Wilhelma Stuttgart/ Zoo Berlin/ Zoo Frankfurt) sind voll von solchen Waisen ihrer fehlgeprägten Mütter.

'Diese Waisenkinder geraten wiederum in die Asssozialität. Zoos drehen sich auch hier im Kreis und züchten Kreaturen, die unfähig sind sozial mit anderen Artgenossen zu leben', so Albrecht abschließend. 'Handaufzuchten sind ganz klar eine Sackgasse und sie führen, früher oder später, zu noch weiteren Desastern. Zoos setzen die Gesundheit von Menschen und nichtmenschlichen Tieren arrogant aufs Spiel. Bokitos Ausbruch ist ein weiterer Beweis dafür, dass Zoos nicht die Arche Noah sind, sondern ganz deutlich die Titanic. Der Zoo muss ein Auslaufmodell werden, da sie vor immer mehr unlösbaren Problemen stehen.'

'Eine Ethik, die nur mit unserem Verhältnis zu anderen Menschen zu tun hat, ist unvollständig'
Dr. Albert Schweizer

Nichtmenschliche Tiere, hier so genannte 'Zoo-Tiere', haben, wie wir Menschen auch, ein Interesse daran zu leben. Frei und selbst bestimmend. Daher haben sie, wie wir auch, dass Recht auf Leben. In Freiheit und Selbstbestimmung.

Frank Albrecht
(Tierrechtler/ Fachgebiete Zoo and Circus)

Autor:
Frank Albrecht
e-mail
Telefon: 07022/ 97 89 80

Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.


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