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Wirtschaft & Industrie

Wirtschaftsminister der Länder fordern zügige Entscheidungen

GM-Chef Henderson führt Gespräche zur Opel-Zukunft


GM-Chef Henderson führt Gespräche zur Opel-Zukunft
GM-Chef Henderson führt Gespräche zur Opel-Zukunft ©ddp

(PR-inside.com 09.11.2009 16:09:04) - Der Chef des amerikanischen Autobauers General Motors (GM), Fritz
Henderson, hat am Montag bei Opel in Rüsselsheim Gespräche über die
Zukunft der deutschen Konzerntochter geführt. Ergebnisse wurden bis
zum Nachmittag nicht bekannt.

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Berlin (ddp). Der Chef des amerikanischen Autobauers General Motors (GM), Fritz Henderson, hat am Montag bei Opel in Rüsselsheim Gespräche über die Zukunft der deutschen Konzerntochter geführt. Ergebnisse wurden bis zum Nachmittag nicht bekannt. Bei den Gesprächen mit Henderson dürfte ein Punkt auch die Nachfolge des GM-Europachefs Carl-Peter Forster sein, der am Freitag seinen Rücktritt aus dem Unternehmen bekanntgegeben hatte. Unterdessen forderte der
rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) von GM «vertrauensbildende Maßnahmen» bei der Opel-Sanierung. Sein Thüringer Amtskollege Matthias Machnig (SPD) sagte, es müsse sichergestellt werden, dass staatliche Hilfen für GM in Europa investiert würden. Hering erwartet ein zügiges Handeln des amerikanischen Konzerns. «Personalentscheidungen zur künftigen Führung von Opel und das rasche Umsetzen eines industriellen Konzepts müssen wichtige Perspektiven von Opel sein», sagte Hering. Erneut plädierte Hering für eine enge Anlehnung der GM-Pläne an das Sanierungskonzept von Magna, das den Erhalt der deutschen Standorte vorsah. Dieses Konzept sei mit GM über Monate ausgehandelt worden, sagte der Wirtschaftsminister. Es könne den Grundstein dafür legen, dass sich der Autobauer möglichst rasch neu aufstelle. Machnig forderte von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) gemeinsame Gespräche mit den Ressortchefs der Bundesländer mit Opel-Standorten. Zudem wäre es gut, wenn auch bei Verhandlungen des Bundes mit GM die Länder mit am Tisch säßen. Klares Ziel müsse es sein, Beschäftigung und Standorte zu sichern, fügte Machnig hinzu. Zu der Überlegung, Opel als von GM unabhängiges Unternehmen zu führen, sagte der Minister, es mache keinen Sinn, jeden Tag neue Strukturvorschläge zu machen. Machnig bekräftigte das gemeinsame Vorgehen der Bundesländer. Ein Überbietungswettbewerb der einzelnen Länder helfe am Ende keinem wirklich weiter. Einem Medienbericht zufolge hat sich die finanzielle Situation von Opel dank gestiegener Umsätze als Folge der Abwrackprämie verbessert. Wie die «Financial Times Deutschland» (Montagausgabe)unter Berufung auf Aufsichtsratskreise berichtete, verfügt der Autohersteller derzeit über Bargeldreserven von 1,75 Milliarden Euro. Damit sei das Unternehmen in der Lage, seinen Brückenkredit zunächst ohne fremde Hilfe zurückzuzahlen. Der Autobauer hatte von Bund und Ländern kurzfristig eine Kreditlinie von 1,5 Milliarden Euro erhalten. Nach Rückzahlung eines Teilbetrags stehen nun noch rund 800 Millionen Euro aus. Die Kredite müssen bis zum 30. November zurückgezahlt werden. (ddp)


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