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Berliner Zoo bereitet sich auf Osteransturm vor - Pfleger freut sich auf «normales Leben»

Gelsenkirchen will Knut für Bärenzucht


Gelsenkirchen will Knut für Bärenzucht
Gelsenkirchen will Knut für Bärenzucht ©ddp

(PR-inside.com 04.04.2007 19:21:07) - Der Zoologische Garten Gelsenkirchen hat sein Angebot bekräftigt,
das Berliner Eisbärenjunge Knut übernehmen zu wollen. «Theoretisch
könnte er bereits mit einem Jahr herkommen», sagte eine Sprecherin
am Mittwoch. Hintergrund sei eine so früh wie mögliche Gewöhnung des
Bären an eine potenzielle Partnerin.

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Berlin (ddp-bln). Der Zoologische Garten Gelsenkirchen hat sein Angebot bekräftigt, das Berliner Eisbärenjunge Knut übernehmen zu wollen. «Theoretisch könnte er bereits mit einem Jahr herkommen», sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Hintergrund sei eine so früh wie mögliche Gewöhnung des Bären an eine potenzielle Partnerin. Im
Falle Gelsenkirchen hieße diese Lara. Das knapp zweieinhalbjährige Eisbärenweibchen wird ebenso wie Knut mit rund vier Jahren paarungsreif. Ein solcher Austausch von Tieren wird als Zuchtleihgabe bezeichnet. Der für Knut zuständige Berliner Kurator Heiner Klös hielt sich allerdings am Mittwoch bei seiner Antwort demonstrativ zurück. «Wir haben das Gelsenkirchener Angebot vernommen», sagte er. Eine Auswahl zum möglichen weiteren Weg Knuts werde erst zu gegebener Zeit getroffen. Aktuell bereit sich die Berliner Zoo auf den erwarteten Osteransturm vor. «Wir haben vor Knuts Gehege weitere Schleusen eingerichtet, um einen Bewegungsstrom zu erzeugen», sagte Zoo-Vorstand Gerald R. Uhlich am Mittwoch. So könnten noch mehr Menschen das Tier sehen. Bereits innerhalb der letzten Tage bildeten sich vor den Kassen Schlangen. In dieser Woche zählte der Zoo täglich um die 20 000 Besucher, normalerweise kommen im März etwa 3000 Gäste täglich. Uhlich empfiehlt darum, Tickets im Vorverkauf zu erwerben. Erstmals äußerte sich Tierpfleger Thomas Dörflein zu seinem möglichen Abschied vom kleinen arktischen Zögling. «Ehrlich, so sehr ich ihn mag, ich freu mich auf ein Leben in Normalität», sagte der Angestellte des Zoos. Er habe vier Monate mit Knut im Bärenrevier gehaust, nun wolle er heim zu seiner Familie. Völlig unsentimental werde der Abschied vom mittlerweile weltweit bekannten Eisbären aber vermutlich nicht ablaufen. Dörfleins liebste Erinnerung an seinen Schützling sei der Augenblick, als dieser nach Fieberschüben die Augen aufgeschlagen habe. Derzeit befindet sich Dörflein im Urlaub. Knut, der am Mittwoch ein Gewicht von mehr als zwölf Kilogramm erreicht hatte, war Anfang Dezember 2006 als Zwillingskind geboren worden, sein Bruder starb kurz darauf. (ddp)

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