Heute: November 24, 2017, 5:31 pm
  
Kunst

Galerie ARTKELCH zeigt: Buku-Larrnggay

Gemälde und Skulpturen aus dem Top End Australiens. – Das Kunstzentrum Buku-Larrnggay Mulka im östlichen Arnhemland (Northern Territory) wurde durch Arbeiten mit Erdpigmenten auf Rinde und Larrakitj (Gedenkpfähle) berühmt.
Napuwarri Marawili, Nawurapu Wunungmurra, Wukun Wanambi © Buku-Larrnggay Mulka
Napuwarri Marawili, Nawurapu Wunungmurra, Wukun Wanambi © Buku-Larrnggay Mulka
PR-Inside.com: 2016-12-07 16:53:47
Buku-Larrnggay – das Gefühl von Wärme auf dem Gesicht, wenn es frühmorgens von den ersten Sonnenstrahlen getroffen wird (wenn man sich gen Osten wendet)

Mulka – eine heilige und dennoch öffentliche Zeremonie; als Verb: halten, bewahren

Die Ursprünge der Kunst dieses Landstriches, der sich sehr über die Beziehung des Lands zum Wasser definiert, liegen in uralten Clan-Designs, deren Kreuzschraffuren noch heute bei Zeremonien auf die Körper der Beteiligten gemalt werden. Diese beziehen sich wiederum auf die Zeichen und Muster der von den Schöpferahnen gestalteten Charakteristika der Landschaft und den Tieren und Pflanzen, die darin leben. Zu diesen Landschaftsformationen zählen die großen Mangroven- und Stringybark-Wälder sowie Zonen, in denen sich Meer- und Süßwasser mischen. Orte, die für Fruchtbarkeit und Neuanfang stehen.


Die Herstellung der Rinden, die bemalt werden sollen, ist ein uraltes Handwerk. Während der Regenzeit wird die Rinde der Stringybark-Bäume geerntet, mit Hilfe von Feuer begradigt und dann mit selbst hergestellten Farben aus natürlichen Erdpigmenten bemalt.

Die Larrakitj (Gedenkpfähle) stammen aus der Sepulkralkultur der Yolŋu. Sie sind sogenannte Baumsärge, von Termiten ausgehöhlte Baumstämme, in denen die Knochen der Verstorbenen zur letzten Ruhe gebettet werden. Bestattungszeremonien nehmen bei indigenen Australiern eine besondere Stellung ein. Sie dienen dazu, die reale und die spirituelle Seele des Verstorbenen an ihre jeweils zugedachten Orte zu führen. Die ausgestellten Larrakitj sind alle unbenutzt. Bei ihnen steht die künstlerische Ausführung im Vordergrund, die nichtsdestotrotz zur Aufrechterhaltung der Kultur und der Kontaktaufnahme mit den Schöpferahnen dient.

Last but not least bezaubern hier hölzerne Abbilder von Schöpferahnen und Geistern, sogenannte Mokuy, deren Tradition auf den frühen Kontakt mit den Macassen zurückgeht.

Die Kunst aus Yirrkala, hier ist Buku-Larrnggay Mulka beheimatet, ist weit älter als das Kunstzentrum selbst und un-trennbar mit dem Kampf um Land- und Seerechte verknüpft und diente damit politischen Zielen. So haben die Yolŋu schon früh einen großen Teil des ursprünglich geheimen Wissens preisgegeben, um anhand der Kunstwerke ihre Rechte zu beweisen. Das Kunstzentrum ist dann 1976 mit der Intention gegründet worden, den Yolŋu ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Doch wurde bereits viel früher Kunst geschaffen und auch an Weiße verkauft. So gehörte die Kunst aus Yirrkala zu den ersten indigenen Kunstformen Australiens, denen durch Museumsausstellungen schon in den 1950er Jahren Bedeutung als eine der westlichen Kunst gleichwertige Kunsttradition beigemessen wurde.

Die ausgestellten Werke bestechen neben ihrer rein stofflichen Andersartigkeit im Vergleich zur Acrylmalerei der Wüste Australiens durch die Ursprünglichkeit und den schimmernden Glanz ihrer Energiemuster – ein Zeichen, dass die Schöpferahnen beim Malen anwesend waren.

Zu den ausgestellten Künstlern gehören Gurrundul Marawili, Malaluba Gumana, Marrnyula Mununggurr, Mulkun Wirrpanda, Napuwarri Marawili, Nawurapu Wunungmurra, Nonggirrngga Marawili sowie Ralwurrandji, Wukun und Yalanba Wanambi.

21.01. – 11.02.2017: BUKU-LARRNGGAY

ARTKELCH FREIBURG

Günterstalstraße 57, 79102 Freiburg

FON +49 (0)761 7 04 32 71, FAX +49 (0)761 7 04 32 72

www.artkelch.de

Mittwoch bis Freitag: 11:00 – 18:00

Samstag: 10:00 – 14:00

Vernissage: Samstag, 21. Januar 2017, 10:00 – 14:00 Uhr

Einführung in die Ausstellung durch die Kuratorin Robyn Kelch um 11:00 Uhr

16.02. – 19.02.2017: art KARLSRUHE 2016 – Halle 2 | Stand E22

Messeallee 1, 76287 Rheinstetten

www.art-karlsruhe.de

Donnerstag – Samstag: 12:00 – 20:00

Sonntag: 11:00 – 19:00

Preview und Vernissage am 15.02.2017 für geladene Gäste

12.03. – 17.03.2017 MULKA

ARTKELCH COLLECTORS LOUNGE BEI STUTTGART

Wiesenstraße 33, 73614 Schorndorf

www.artkelch.de

Sonntag: 11:00 – 15:00

Jederzeit nach Vereinbarung

Vernissage: Sonntag, 12. März 2017, 11:00 – 15:00 Uhr

Einführung in die Ausstellung durch die Kuratorin Robyn Kelch um 11:30 Uhr

ARTKELCH ist spezialisiert auf die zeitgenössische Kunst der australischen Ureinwohner. Das ist nicht nur die Kunst mit der weltweit längsten Tradition, sondern auch eine der spannendsten modernen Kunstbewegungen der letzten 40 Jahre, deren Sammlerwert spätestens seit der dOCUMENTA (13) auch hierzulande kein Geheimnis mehr ist.

Weitere Informationen unter www.artkelch.de.

Ansprechpartnerin: Sylvia Krings, 0761 – 704 327, sylvia.krings@artkelch.de

Presseinformation
Galerie ARTKELCH
Günterstalstraße 57


79102 Freiburg

Sylvia Krings
Mitarbeiterin
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www.artkelch.de

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Robyn Kelch
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