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Politik

Fünf Feueropfer am 7. November: drei Novizen in Ngaba, eine Frau in Rebkong und ein Mann in Driru



(PR-inside.com 11.11.2012 20:35:46) - Fünf Tibeter, so viele wie noch nie an einem Tag, forderten am 7. November von Flammen umtobt die Rückkehr des Dalai Lama und ein Ende der chinesischen Herrschaft.

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Zu den Selbstverbrennungen – deren Gesamtzahl nun auf 68 [70] angestiegen ist – kam es einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Beginn des 18. Parteikongresses in Peking. Drei ereigneten sich in der Präfektur Ngaba der Provinz Sichuan und je eine in der Präfektur Malho (Huangnan), Provinz Qinghai, sowie in der TAR.

Drei Teenager-Mönche, Dorje, 15, Samdrub, 16, und Dorje Kyab, 16, zündeten sich vor einer
Polizeistation in der Gemeinde Gomang, Bezirk Ngaba, an und riefen, Tibet müsse frei werden und der Dalai Lama müsse nach Tibet zurückkehren. Dies erfuhren wir von den Mönchen Lobsang Yeshi und Kanyag Tsering aus Dharamsala, die Kontakte zu der Gegend pflegen.

„Die drei verbrannten sich um ca. drei Uhr nachmittags vor der Polizeistation des Dorfes Ngathok Gomang Tsodruk teilte Lobsang Yeshi, dortige Quellen zitierend, mit. „Dorje, starb auf der Stelle. Er, Samdrub und Dorje Kyab sind Novizen des außerhalb der Ortschaft Gomang gelegenen Klosters Ngoshul. Samdrub und Dorje Kyab wurden in das Bezirkshospital von Ngaba eingewiesen. Sofort waren die Sicherheitskräfte da, und die Bewohner der Stadt können sich nun nicht mehr frei bewegen

Sicherheitskräfte wurden nach Gomang und zum Kloster Ngoshul abkommandiert. Die ohnehin schon harten Restriktionen im Bezirk Ngaba sind noch weiter verschärft worden, die Bewohner dürfen die Stadt Ngaba nicht mehr verlassen oder betreten, was es außerordentlich schwierig macht, weitere Informationen über die Lage zu erhalten.

In der Präfektur Malho setzte sich eine 23jährige Nomadin, Mutter eines kleinen Sohnes, in Rebkong (Tongren) auf der Ghe Mar Ebene in Brand und starb ebendort. Tausende von Tibetern gingen daraufhin auf die Straße und protestierten gegen die chinesische Herrschaft.

Tamdrin Tso zündete sich um 6 Uhr nachmittags an, sie rief Slogans für die Rückkehr des Dalai Lama, ehe sie starb. Aus der Gemeinde Dro Rongwo im Bezirk Rebkong stammend, hinterlt sie ein sechs Jahre altes Söhnchen, Nyingjam Tsering, sowie ihren Vater, Tamdrin Kyab, und ihre Mutter, Konchog Tso.

Sie hatte sich Benzin aus einem Motorrad verschafft. Ihr toter Körper wurde in das Haus der Familie gebracht, wo sich bald viele Leute einfanden, um für sie zu beten.

Aus der Familie nahestehenden Quellen verlautet, sie könnte ihre Tat seit mehreren Monaten geplant haben, denn sie fastete häufig und betete, wenn sie von anderen Feueropfern hörte.

„Während der letzten zwei Wochen hat Tamdrin Tso Gebete für die anderen Selbstverbrennungsopfer rezitiert und heute setzte sie sich nun selbst in Feuer teilte der Direktor des Norbulingka Instituts in Dharamsala unter Berufung auf dortige Quellen mit.

Im Anschluß an dieses Geschehen versammelten sich an die dreitausend Tibeter auf dem Gemar Markt, einem zentral in der Stadt gelegenen Platz mit einer Schule und vielen Läden. Sie forderten in ihren Rufen Freiheit für Tibet. Tamdrin Tsos Tat war die zweite Selbstverbrennung in der Gegend von Rebkong diese Woche.

Die fünfte Selbstverbrennung heute ereignete sich in der Gemeinde Bekhar im Bezirk Driru, Präfektur Nagchu, TAR.

„Ich erfuhr von dem Geschehen um 8 Uhr abends, als ich mit jemandem dort telefonierte teilte ein tibetischer Mönch aus Südindien mit. „Es gab einen Riesentumult, man hörte einige Tibeter schreien, aber sofort waren die chinesischen Sicherheitskräfte zur Stelle, weshalb der Name des Feueropfers und andere Details nicht bekannt wurden

Die Direktorin von Free Tibet, Stephanie Brigden, kommentierte: œber zwei Drittel derjenigen, die Feuer an sich legten, sind unter 25 Jahre alt und wuchsen unter der chinesischen Herrschaft auf. Ihre Feuerproteste strafen Chinas Propaganda, daß die Tibeter glücklich seien und sich wohl fühlten, Lügen. Junge und Alte, Männer und Frauen quer durch die Gesellschaft zündeten sich in den Weiten Tibets an, um gegen die chinesische Besatzung zu protestieren

Quelle: Free Tibet, www.freetibet.org
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