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Politik
Dutschke gilt als herausragende Symbolfigur der Protestbewegung von 1968 Erstmals Straße nach Rudi Dutschke benannt
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| Erstmals Straße nach Rudi Dutschke benannt ©ddp |
(PR-inside.com 30.04.2008 18:34:12) - Rund 40 Jahre nach dem Attentat auf Rudi Dutschke (1940-79) ist
in Berlin erstmals offiziell eine Straße nach dem verstorbenen
Studentenführer benannt worden. Der Bezirksbürgermeister von
Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz (Grüne), enthüllte am
Mittwoch vor dem Axel-Springer-Hochhaus in Kreuzberg ein neues
Straßenschild.
Berlin (ddp-bln). Rund 40 Jahre nach dem Attentat auf Rudi Dutschke (1940-79) ist in Berlin erstmals offiziell eine Straße nach dem verstorbenen Studentenführer benannt worden. Der Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz (Grüne), enthüllte am Mittwoch vor dem Axel-Springer-Hochhaus in Kreuzberg ein neues Straßenschild. An dem
symbolischen Akt nahm die gesamte Familie Dutschkes teil, darunter die Witwe Gretchen Klotz-Dutschke und die drei Kinder.
Nach jahrelangem Streit hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg am Montag vergangener Woche entschieden, dass ein Teil der Kochstraße nach Dutschke benannt werden darf. Gegen einen Beschluss des Bezirksparlaments vom 30. April 2005 hatten 27 Anlieger geklagt, darunter der Axel Springer Verlag.
Dutschke gilt als herausragende Symbolfigur der Protestbewegung von 1968. Der Mitbegründer der außerparlamentarischen Opposition (APO) war auch einer der Organisatoren der «Springer-Kampagne», bei der die Enteignung des Verlegers gefordert wurde. Am 11. April 1968 wurde er von dem Hilfsarbeiter Josef Bachmann am Kurfürstendamm niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt. Am 24. Dezember 1979 starb Dutschke an den Spätfolgen des Attentats.
Die Schüsse auf den damals 28-jährigen Soziologiestudenten waren Auslöser der härtesten innenpolitischen Unruhen seit Bestehen der Bundesrepublik. Die Demonstranten warfen dem Springer-Verlag vor, durch eine diffamierende Kampagne gegen Dutschke und die Studentenbewegung eine Mitschuld an dem Attentat zu haben. Sie skandierten «Bild schoss mit». Bei Ausschreitungen wurden dort, wo heute die Rudi-Dutschke- auf die Axel-Springer-Straße trifft, unter anderem Auslieferungsfahrzeuge des Verlags angegriffen und angezündet.
(ddp)
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