(PR-inside.com 06.11.2009 12:38:03) - Jessica Schwarz hat schon große Rollen gespielt. In Tom Tykwers
«Das Parfum» überzeugte sie ebenso wie in Dominik Grafs «Der Rote
Kakadu». Heinrich Breloer überließ der gebürtigen Hessin im Kinofilm
«Buddenbrooks» die tragende Rolle der Tony. Und ab 26. November ist
die 32-Jährige an der Seite von «Bond»-Bösewicht Mads Mikkelsen in
dem Thriller «Die Tür» zu sehen.
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Hamburg (ddp). Jessica Schwarz hat schon große Rollen gespielt. In Tom Tykwers «Das Parfum» überzeugte sie ebenso wie in Dominik Grafs «Der Rote Kakadu». Heinrich Breloer überließ der gebürtigen Hessin im Kinofilm «Buddenbrooks» die tragende Rolle der Tony. Und ab 26. November ist die 32-Jährige an der Seite von «Bond»-Bösewicht Mads Mikkelsen in dem Thriller «Die Tür» zu sehen. Die Verkörperung der legendären Mimin
Romy Schneider jedoch dürfte der vorläufige Höhepunkt in ihrer Karriere sein. Mehr als 27 Jahre nach dem frühen Tod von Schneider (1938-1982) strahlt die ARD den Film «Romy» am Mittwoch aus.
Die besondere Herausforderung bei der Darstellung sei für sie gewesen, als Schauspielerin sichtbar zu bleiben und nicht in der Figur zu verschwinden, sagt Schwarz. So habe sie sich über viele Gespräche mit dem Regisseur, Schauspielcoach und Freunden sowie mit Film-, Dokumentations- und Bildband-Material an Schneider herangetastet. «In meiner Wohnung in Berlin lag nur noch Romy rum. Da meine Wohnung nicht so groß ist, musste ich aufpassen, dass ich nicht irgendwo auf sie drauftrete», sagt die 32-Jährige. Sehr stark habe sie sich an Schneiders Tagebuch orientiert: «Da war mir Romy besonders nah, da konnte ich ihre Entwicklung erkennen.»
Die Faszination an Romy Schneider ist ungebrochen. Ihr Talent, ihre Schönheit und ihr tragisches Leben haben die deutsch-österreichische Schauspielerin zu einer Ikone gemacht. Tausendfach wurde sie fotografiert, in unzähligen Büchern und Ausstellungen dargestellt. Und doch ist sie rätselhaft geblieben. Sie selbst soll einmal gesagt haben: «Ihr entziffert mich nicht!»
Die ARD inszenierte «Romy» für rund sechs Millionen Euro an 40 Drehtagen an Originalschauplätzen in Paris, an der Cote d´Azur, in Österreich und Deutschland. Neben Schwarz agieren Guillaume Delorme als Alain Delon, Thomas Kretschmann als Romys erster Ehemann Harry Meyen sowie Maresa Hörbiger und Heinz Hönig als Magda Schneider und Hans Herbert Blatzheim.
Nach Angaben des Senders ist das 105-minütige Werk von Regisseur Torsten C. Fischer damit der erste biografische Film über Schneider. Dabei sei Fischer zufolge «doch ganz klar, dass ein einzelner Film dem Leben von Romy Schneider nicht gerecht werden kann». Für ihn sei folglich interessant gewesen, wie man die Gesetze und Normen eines solch geplanten Biopics öffnen könne. So hat Fischer «immer die Skizze gesucht, eine Annäherung». Es war ihm wichtig, Romy Schneider nicht auszudeuten, zu fixieren, sondern sich ihr emotional zu nähern.
Respektvoll spürt er dem Mythos des Weltstars und seiner verzweifelten wie selbstzerstörerischen Suche nach Identität, Anerkennung und Glück nach. Dabei vermeidet Fischer nach einem Buch von Benedikt Röskau ein schrittweises Abarbeiten der Karriere. Er konzentriert sich auf die wesentlichen Stationen und lässt Schwarz somit Raum zur charakterlichen Entfaltung und Interpretation. Grandios beweist sie das allein in der Szene, in der sie Delons Abschiedsbrief öffnet und voller Schmerz zusammenbricht.
Je älter Romy wird, umso ausdrucksstärker wird Schwarz. So zelebriert Kameramann Holly Fink etwa in Fotoshooting-Sequenzen die verblüffende Ähnlichkeit zwischen Schneider und Schwarz, auch wenn es der Film nicht auf eine optische Nähe anlegt. Doch Schwarz wirkt nicht wie eine Kopie der großen Schneider, die an ihrem oft zitierten gebrochenen Herzen starb. Schwarz gelingt vielmehr die Wiederbelebung eines Teils der komplexen Persönlichkeit von Schneider. Mit ihr entsteht ein Blick hinter den Mythos Schneider, die einst gestand: «Ich kann nichts im Leben, aber auf der Leinwand kann ich alles.»
«Romy» ist eine Hommage an Romy Schneider, die ihr gerecht wird. Der Romy-Fan wird Schneider in der filmischen Biografie wiederfinden, jedoch auch ein großes Stück des schauspielerischen Facettenreichtums und des Mutes von Jessica Schwarz.
Im Anschluss strahlt die ARD die Dokumentation «Romy Schneider - Eine Nahaufnahme» von Autorin Julia Benkert aus.
(ddp)
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