Entsetzen an der SPD-Basis über den Koalitionspartner in Sachsen
Buchautor Jürgen Roth: Anklage unerwünscht
(PR-inside.com 27.06.2007 00:22:25) - Sollte auch nur ein geringer Bruchteil dessen zutreffen, was an Vorwürfen gegenüber CDU Regierunsmitgliedern auf dem Tisch liegt, reiche ein Ministerrücktritt bei weitem nicht aus. Bauernopfer habe es genug gegeben.
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Das sei die Überzeugung von großen Teilen der SPD-Mitglieder in Sachsen, meint der Vorsitzende der Rossweiner Sozialdemokraten Rudolf Homann. "Jeder Lektor eines halbwegs seriösen Krimi-Verlages hätte die Story wohl abgelehnt. Zu dick aufgetragen, völlig unrealistische Verschwörungstheorie. So oder so ähnlich hätte wohl das vernichtende Urteil gelautet, wenn jemand auf die Idee gekommen wäre, die sächsische Realität als Roman einzureichen. Mafiöse Strukturen, Kinderbordelle, korrupte Minister, Staatsanwälte, Polizisten und Richter. Und das
alles auf einmal. In Russland oder Sizilien, na gut, aber doch nicht bei uns." So formuliert Homann, der auf seiner Internetseite auch die Nähe der sächsischen Union zum Rechtsextremismus kritisiert, seine Einschätzung der Lage. Tatsächlich habe die Anweisung des sächsischen Innenministers Albrecht Buttolo, einen großen Teil der Verfassungsschutzakten zu vernichten, das Fass zum überlaufen gebracht.
Homann zitiert den Autor des Buches AUFKLÄRUNG UNERWÜNSCHT, Jürgen Roht, mit den Worten: "Wenn jedoch prominente Politiker, gar Ministerpräsidenten in dubiose Machenschaften verstrickt sind, dann geht es ganz anders zur Sache. Ein Beispiel ist der in den Medien so verehrte ehemalige Ministerpräsident von Sachsen, Kurt Biedenkopf. Er soll während seiner Regierungszeit Einfluss auf Mietverträge für das Behördenzentrum Leipzig-Paunsdorf genommen haben. Dabei ist dem Steuerzahler von Sachsen ein Millionenschaden entstanden." Roth hatte als einziger Außenstehender Einblick in die Akten des Verfassungsschutzes nehmen können. Seitdem sucht man im Ministerium fieberhaft nach der undichten Stelle.
Für Homann ist bald der Punkt erreicht, an dem eine Weiterführung der Koalition mit der CDU ernsthaft infrage gestellt werden müsse.
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