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Entführtes Baby 23 Jahre als eigenes ausgegeben © apa (PR-inside.com 11.02.2012 19:43:09) - In New York erschüttert die Geschichte eines vor fast 25 Jahren entführten Babys die Menschen. Ann Pettway bekannte sich am Freitag vor Gericht schuldig, die kleine Carlina 1987 aus einem Krankenhaus entführt zu haben. Mehr als zwei Jahrzehnte gab sie vor, die leibliche Mutter zu sein. Erst die fehlende Geburtsurkunde brachte das Verbrechen ans Licht.
(New York | APA/dpa | 2012-02-11 19:41) In New York erschüttert die Geschichte eines vor fast 25 Jahren entführten Babys die Menschen. Ann Pettway bekannte sich am Freitag vor Gericht schuldig, die kleine Carlina 1987 aus einem Krankenhaus entführt zu haben. Mehr als zwei Jahrzehnte gab sie vor, die leibliche Mutter zu sein. Erst die fehlende Geburtsurkunde brachte das Verbrechen ans Licht.
Carlina war damals
gerade 19 Tage alt und lag mit etwas Fieber noch im Krankenhaus bei ihrer Mutter. Eine fremde Frau, die sich als freiwillige Helferin ausgegeben habe, habe ihre Hilfe angeboten, erinnert sich die leibliche Mutter heute: "Sie sagte, ich solle mir keine Sorgen machen und dass alles gut werde", sagte sie dem New Yorker Sender NY1. Dann sei sie mit dem Kind verschwunden und nie zurückgekommen. "Sie ist so grausam, so böse."
"Ich habe damals in Bridgeport, Connecticut, gewohnt", sagte die Täterin vor Gericht. "Ich bin nach Harlem in ein Krankenhaus gefahren und habe mir ein Kind gegriffen", sagte sie.
Die junge Frau hatte laut "New York Times" schon als Teenager den Verdacht, dass die vorgebliche Mutter nicht die Mutter war. Schließlich gebe es keine Ähnlichkeiten zwischen beiden. Als sie vor einem Jahr, selbst schwanger, nach einer Geburtsurkunde fragte, wich Pettway aus und sagte, sie habe sie als kleines Mädchen von einer drogensüchtigen Mutter übernommen. Die Tochter suchte dann aber im Internet in Datenbanken mit den Bildern vermisster Kinder und glaubte sich zu erkennen. Ein DNA-Test bestätigte den Verdacht.
Solche Taten sind heute in New York kaum möglich. Kinder bekommen sofort nach der Geburt ein Fußbändchen mit einem Sender. Sobald damit der Bereich der Kinderstation verlassen wird, schlägt eine Elektronik Alarm.
Die Strafe soll am 14. Mai verkündet werden. Das Gesetz empfiehlt zehn bis zwölfeinhalb Jahre Gefängnis. Der Richter ist aber nicht daran gebunden und kann auch wegen Entführung lebenslang verhängen.
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