|
Umwelt & Energie
Energiewende und Gebäudemodernisierung (PR-inside.com 10.05.2011 11:50:23) - Gesellschaft und Politik sind sich einig: die Energiewende kommt. Bei der Stromerzeugung
soll zukünftig auf Atomenergie verzichtet werden. Die entstehende Versorgungslücke könnte
durch Strom aus Gasturbinenkraftwerken geschlossen werden. Um die Gesamtenergiebilanz
Deutschlands nicht zu verschlechtern, und den CO2-Ausstoß nicht zu erhöhen, müßte das
für die Stromerzeugung benötigte Gas an anderer Stelle eingespart werden. Großes
Einsparpotenzial wird der Modernisierung von Wohngebäuden zugesprochen. Energetisch
optimierte Wohngebäude senken den Energieverbrauch und verringern die zu erwartenden
höheren Energiekosten für die Bürger.
Wie groß das tatsächliche Einsparpotenzial allein bei Einfamilienhäusern ist, hat das
Internetportal für Energieeffizienz und Modernisierung von Wohngebäuden engiwo.de®
untersucht. In einer Studie wurde die Energieeinsparung bei Einfamilienhäusern durch die
Modernisierungsmaßnahmen: der Dämmung von Dach, Wänden und Bodenplatte gemäß
der EnEV 2009, dem Einbau einer Wärmeschutzverglasung und einer neuen Brennwert-
Heizungsanlage sowie der Nutzung einer
thermischen Solaranlage berechnet. Dabei wurden
zunächst 350 für den Gesamtbestand repräsentative Einfamilienhäuser aus dem gesamten
Bundesgebiet ausgewählt und ihr Endenergiebedarf gemäß der DIN-Normen V 4108-6 und
V 4701-10 berechnet. Anschließend wurde individuell für jedes Haus die erreichbare
Energieeinsparung ermittelt.
Würden alle Maßnahmen bei den Einfamilienhäusern durchgeführt, könnten 39% der zur Zeit
für Heizung und Warmwasser verbrauchten Energie eingespart werden. Den größten
Modernisierungseffekt hat die Gebäudedämmung mit einer durchschnittlichen Einsparung
von 15%, gefolgt von einer neuen Brennwertheizung mit 14%. Als weitere Maßnahmen
tragen neue Fenster und die solare Warmwassererzeugung mit jeweils 5% zum
Gesamtergebnis bei.
Die Ergebnisse zeigen weiter, daß insbesondere bei den Heizungsanlagen
Modernisierungsbedarf besteht. 60% der Wohngebäude werden immer noch mit veralteten
Standard- bzw. NT-Kesseln betrieben und 39% der Heizungen sind älter als 15 Jahre. Der
im Verhältnis relativ kostengünstige Austausch kann im Einzelfall zu einer
Energieeinsparung von bis zu 30% führen. Nach erfolgter Gebäudedämmung kann auch
über eine Wärmepumpe nachgedacht werden. Da eine Wärmepumpe die Umweltwärme
nutzt, ist hier zusätzliches Sparpotenzial von 40% möglich.
Kostengünstige Dämmmaßnahmen, wie die des Daches bei 55% und der Kellerdecke bei
51% aller Häuser, wurden von den Eigentümern bereits durchgeführt. Die Dämmung
mindestens einer Außenwand ist bei 37% aller betrachteten Einfamilienhäuser zu
beobachten.
Bei einem Gesamtbestand von 11,4 Mio. Einfamilienhäusern (Stand 2009) ergibt sich so bei
Vollmodernisierung mit Brennwertkesseln ein Sparpotenzial von insgesamt 18 Gigawatt
(GW), oder auch 6 GW durch Gasturbinenkraftwerke erzeugten Stroms. Was bei einer
durchschnittlichen Leistung von 1,2 GW, der Energieerzeugung von 5 Atomkraftwerken
entspricht. Eine ausführliche Darstellung der Ergebnisse finden Sie unter
www.engiwo.de/wissen/studien/. Wer den Endenergieverbrauch seines Hauses und den
Einspareffekt verschiedener Modernisierungsmaßnahmen selbst berechnen möchte, kann
den kostenlosen Modernisierungsrechner unter www.engiwo.de/sparen/modernisieren
nutzen.
| Presse-Information: archaeus.digital
agentur für interaktive medien GmbH
Kontakt-Person: Hartmut Reinke PR Telefon: T. +49(0)421.24 124 0-0 E-Mail: e-Mail
Web: www.archaeus.de
|
|
| Erklärung:
Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrechte unterliegen.
|
|
|
|
|
|