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Wirtschaft & Industrie

Rund 150 Millionen Euro sollen eingespart werden

Einigung auf Sanierungsbeitrag der Karstadt-Belegschaft


Einigung auf Sanierungsbeitrag der Karstadt-Belegschaft
Einigung auf Sanierungsbeitrag der Karstadt-Belegschaft ©ddp

(PR-inside.com 08.11.2009 12:18:01) - Bei den Gesprächen um eine Rettung der insolventen Warenhauskette
Karstadt hat es einen Durchbruch gegeben. Wenige Tage vor der
Gläubigerversammlung von Karstadt einigten sich die Gewerkschaft
ver.di sowie die Unternehmensleitung und die Insolvenzverwaltung am
Samstag auf eine Eckpunktevereinbarung über einen
Sanierungs-Tarifvertrag, sagte die Sprecherin des
ver.di-Bundesvorstandes, Cornelia Haß.

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Essen (ddp-nrw). Bei den Gesprächen um eine Rettung der insolventen Warenhauskette Karstadt hat es einen Durchbruch gegeben. Wenige Tage vor der Gläubigerversammlung von Karstadt einigten sich die Gewerkschaft ver.di sowie die Unternehmensleitung und die Insolvenzverwaltung am Samstag auf eine Eckpunktevereinbarung über einen Sanierungs-Tarifvertrag, sagte die
Sprecherin des ver.di-Bundesvorstandes, Cornelia Haß, in Essen. Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass die derzeit noch rund 30 000 Karstadt-Beschäftigten über einen Zeitraum von drei Jahren einen Beitrag von insgesamt rund 150 Millionen Euro einbringen. Dies soll nach Angaben von Haß vor allem durch die Streichung des Urlaubsgeldes sowie die Streichung des Weihnachtsgeldes um 75 Prozent erreicht werden. Nach Angaben der Sprecherin wurde vereinbart, dass die Jobs bei Karstadt so weit als möglich erhalten bleiben. 17 Karstadt-Häuser kommen jedoch auf eine Streichliste. Hier werde überprüft, ob eine Fortführung des Geschäftsbetriebs möglich ist, hieß es. Laut der stellvertretenden ver.di-Vorsitzenden Margret Mönig-Raane soll die Zahl der zu schließenden Karstadt-Filialen möglichst noch weiter gesenkt werden. Derzeit gibt es noch 126 Karstadt-Warenhäuser und -Sporthäuser. Laut Haß muss nun noch am Montag die Große Tarifkommission von ver.di der Vereinbarung zustimmen. Mit einer Zustimmung wird gerechnet. Anschließend soll weiter über die näheren Details der Vereinbarung beraten werden. Der Sanierungsbeitrag der Karstadt-Mitarbeiter gilt als Voraussetzung dafür, dass der Insolvenzverwalter des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Klaus Hubert Görg, auf der Karstadt-Gläubigerversammlung am Dienstag (10. November) ein mit allen Seiten abgestimmtes Sanierungskonzept vorlegen kann. Das Konzept wiederum gilt als Bedingung für die erfolgreiche Suche nach einem Investor. Erst im Vorjahr hatte die Karstadt-Belegschaft einen weiteren Sanierungs-Tarifvertrag für das seit Jahren angeschlagene Unternehmen akzeptiert. Damals hatte man sich unter anderem auf eine bedingte Job-Garantie verständigt. Laut einem Bericht der «Wirtschaftswoche» sollen höchstens zehn Karstadt Waren- und Sporthäuser geschlossen werden. Das Magazin berichtet, dass das Immobilien-Konsortium Highstreet, das zuletzt Mieteinnahmen von rund 277 Millionen Euro von Karstadt erhielt, zu Zugeständnissen bereit sei. Dazu gehört dem Bericht zufolge etwa der Verzicht auf starre Mietsteigerungsklauseln. (ddp)


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