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Politik

Eidesstattliche Versicherungen über rassistische Äußerungen - Auswärtiges Amt schaltet sich ein

Druck auf türkischen Generalkonsul wächst Erste Zusammenfassung


© AP

(PR-inside.com 06.05.2009 17:25:04)

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Berlin (AP) Seine angeblichen Rassismus-Vorwürfe gegen die Deutschen bringen den türkischen Generalkonsul Hakan Kivanc immer mehr in Bedrängnis. Nach dem Bekanntwerden zweier eidesstattlicher Versicherungen werde man «umgehend das Gespräch mit der türkischen Seite suchen», erklärte der Sprecher des Auswärtigen Amts, Jens Plötner, am Mittwoch auf AP-Anfrage in Berlin. Kivanc soll gesagt haben, die Deutschen würden am liebsten allen Türken ein «T» eintätowieren «und ihnen das
gleiche antun...was sie den Juden angetan haben». Plötner erklärte, über das weitere Vorgehen werde im Lichte der Gespräche mit der türkischen Seite entschieden. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion forderte das Auswärtige Amt auf, für den Abzug des in Düsseldorf ansässigen Konsuls zu sorgen. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl (CSU), und die für Extremismus zuständige Berichterstatterin Kristina Köhler (CDU) erklärten, ihnen sei am Dienstag von einem Frankfurter Rechtsanwalt die Hinterlegung zweier eidesstattlicher Versicherungen bestätigt worden, in denen die Vorwürfe gegen den türkischen Generalkonsul unterstrichen wurden. Die Versicherungen seien von zwei Teilnehmern des Gesprächs abgegeben worden, bei dem am 22. Februar die Äußerungen gefallen seien. Zwtl: «Braunes Blut Der Konsul habe demnach dabei wörtlich erklärt: «Die Deutschen würden, wenn sie es könnten, allen aus der Türkei ein 'T' tätowieren und ihnen das gleiche antun, was sie während der Nazidiktatur den Juden angetan haben. Den Deutschen sollten wir nicht vertrauen.» Außerdem soll Kivanc gesagt haben, «die Türkei sei die einzige Schutzmacht, die alle Türken in Deutschland schützen würde. Wenn man den Deutschen die Pulsadern aufschneiden würde, würde bei ihnen braunes Blut fließen. Nach den eidesstattlichen Versicherungen seien die Vorwürfe «inzwischen derart manifest, dass Hakan Kivanc nicht weiter als Generalkonsul in Deutschland tragbar ist», erklärten Köhler und Uhl. Zwtl: Kivanc weist Vorwürfe zurück Kivanc hat die Vorwürfe bereits zurückgewiesen. In einer von der türkischen Botschaft in Berlin veröffentlichten Mitteilung heißt es: «Inwiefern der Umstand, dass einige Pressevertreter unwahre und tendenziöse Aussagen von bestimmten Kreisen, deren negative Haltung gegenüber der Türkei wohlbekannt ist, Wert beimessen und eine von mir nicht getätigte Äußerung, ohne Rückfragen, ob diese der Wahrheit entspricht oder nicht, zum Gegenstand von Pressemeldungen machen, mit der Presseethik vereinbar ist, wird sicherlich von der Öffentlichkeit ihrerseits beurteilt werden. Eine Sprecherin der türkischen Botschaft erklärte auf Anfrage, über diese Mitteilung hinaus gebe es derzeit keinen neuen Sachstand. Öffentlich gemacht wurde die Affäre durch die Initiative «Aktion Mor Gabriel». Ihr Ziel ist eigenen Angaben zufolge die Rettung des syrisch-orthodoxen Klosters Mor Gabriel im Tur Abdin, das im Südosten der Türkei liegt. www.cducsu.de

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