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Blitz und Donner verursachen hohe Sachschäden - Örtlich 50 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter

Drei Tote bei Unwettern



(PR-inside.com 05.07.2009 14:08:01) - Bei schweren Unwettern sind in den vergangenen Tagen in
Deutschland drei Menschen ums Leben gekommen, mehrere wurden
verletzt. In Baden-Württemberg starben eine Frau und ein
Feuerwehrmann, in Brandenburg wurde ein Fahrradfahrer getötet.
Während am Freitagabend vor allem der Süden und Westen der Republik
betroffen waren, zogen die Gewitter am Samstag über den Osten
hinweg.

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Berlin (ddp). Bei schweren Unwettern sind in den vergangenen Tagen in Deutschland drei Menschen ums Leben gekommen, mehrere wurden verletzt. In Baden-Württemberg starben eine Frau und ein Feuerwehrmann, in Brandenburg wurde ein Fahrradfahrer getötet. Während am Freitagabend vor allem der Süden und Westen der Republik betroffen waren, zogen die Gewitter am Samstag über den Osten hinweg. Vielerorts wurde der
Ausnahmezustand ausgerufen, Polizei und Feuerwehr waren pausenlos im Einsatz. In Nordrhein-Westfalen gingen binnen kurzer Zeit 50 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter nieder. Die Polizei spricht von hohen Sachschäden. Für die neue Woche kündigte der Deutsche Wetterdienst eine Wetterumstellung an: Die Höchsttemperatur liegt am Freitag nur noch bei 20 Grad Celsius. In Brandenburg kam am Samstag ein 42-jähriger Radfahrer ums Leben, als er bei Seelow Schutz unter einem Baum suchte, in den ein Blitz einschlug. Seine 22-jährige Begleiterin wurde verletzt und musste in ein Klinikum gebracht werden. Betroffen von dem starken Regen war auch Brandenburgs Umweltminister Dietmar Woidke (SPD). Sein Fahrzeug prallte auf der A 15 nahe Vetschau gegen die Mittelplanke. Ein nachfolgendes Fahrzeug fuhr auf, beide Wagen brannten daraufhin aus. Die Insassen beider Autos wurden mit leichten Verletzungen in eine Klinik gebracht. Über Frankfurt (Oder) tobte mehrere Stunden lang ein schweres Gewitter, zeitweise fielen mehrere Zentimeter dicke Hagelkörner. In Teilen des Stadtzentrums verwandelten sich die Straßen kurzzeitig in reißende Bäche. Einige Straßen und Plätze waren überflutet und mussten gesperrt werden. Auch der Straßenbahnverkehr war unterbrochen. Im Affalterbach bei Ludwigsburg starb am Freitagabend eine Frau vor ihrem Haus durch Blitzeinschlag in einen Baum, wie die Polizei mitteilte. Unweit entfernt in Korntal-Münchingen erlitt ein Feuerwehrmann einen tödlichen Stromschlag, als er im vollgelaufenen Keller eines Wohnhauses eine Wasserpumpe einschaltete. Bei einem Blitzeinschlag in Thannhausen (Bayern) sind zwei Zimmermänner verletzt worden. Die Handwerker hatten auf einer Baustelle in einem Wasserskipark gearbeitet. Einen 38-Jährigen traf ein Blitz am Kopf. Er wurde schwer verletzt. Der 34-jährige Kollege erlitt einen Stromschlag und war kurzzeitig bewusstlos. Im Großraum Düsseldorf hieß es zeitweilig «flächendeckend Land unter». Die Autobahn 44 musste für Stunden gesperrt werden. Stark betroffen waren auch Viersen, Recklinghausen, Krefeld, Gelsenkirchen, Essen und Duisburg. Innerörtliche Straßen wurden überflutet und mussten gesperrt werden. Die Feuerwehr berichtete von Hagelkörnern «so dick wie Taubeneier». Auch der Bahnverkehr wurde durch Unterspülungen, Blitzschlag und Äste auf Oberleitungen stark beeinträchtigt. Betroffen waren einem Bahnsprecher zufolge vor allem das Rheinland, Düsseldorf, Duisburg und Essen sowie Gelsenkirchen. Hier konnten die Schäden bis Samstagmittag beseitigt werden. In der bayerischen Gemeinde Pottenstein in Oberfranken wurde ein Mann verletzt, als er seine Tiere aus einer durch Blitzschlag in Brand geratenen Scheune retten wollte. Im unterfränkischen Arnstein standen die Ortsdurchfahrten stellenweise bis zu einem Meter unter Wasser. Manche Fahrzeuge waren bis zum Armaturenbrett geflutet. Im Saarland waren nach sintflutartigen Regenfällen ebenfalls Keller in zahlreichen Ortschaften vollgelaufen. Mehrere Abschnitte der Autobahnen 1 und 623 mussten wegen Überflutung und Reinigung vorübergehend für den Verkehr gesperrt werden. Meteorologe Martin Jonas vom Deutschen Wetterdienst sagte am Sonntag, eine stabile Hochdruckwetterlage sei derzeit nicht in Sicht, eher werde es durchwachsen bleiben. Ob sich Ende Juli oder im August der Hochsommer über einen längeren Zeitraum einstellt, könne jetzt noch nicht vorhergesagt werden. Am Dienstag endet das meteorologische Fenster für den sogenannten Siebenschläfer. Ausschlaggebend für das Wetter im Hochsommer ist laut den Meteorologen der Zeitraum vom 27. Juni bis 7. Juli: Wenn dort eine stabile Großwetterlage herrscht, dann gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie in den folgenden Wochen anhält. (ddp)


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