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Doppelspitze bei RTL Group


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Doppelspitze bei RTL Group
Schäferkordt (Bild) arbeitet nun mit de Posch
DPA

(PR-inside.com 08.02.2012 14:02:04) - Anke Schäferkordt wird auch nach ihrem Wechsel an die Spitze von Europas größtem Fernsehkonzern RTL Group dessen Deutschland-Chefin bleiben. Die 49-Jährige werde beide Aufgaben parallel übernehmen, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch in Luxemburg. Schäferkordt soll künftig zusammen mit Guillaume de Posch bei der RTL Group eine Doppelspitze bilden.

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(Köln/Luxemburg | APA/dpa | 2012-02-08 14:00) Anke Schäferkordt wird auch nach ihrem Wechsel an die Spitze von Europas größtem Fernsehkonzern RTL Group dessen Deutschland-Chefin bleiben. Die 49-Jährige werde beide Aufgaben parallel übernehmen, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch in Luxemburg. Schäferkordt soll künftig zusammen mit Guillaume de Posch bei der
RTL Group eine Doppelspitze bilden. De Posch (53) ist dort seit Jahresanfang unter anderem für Unternehmensstrategie und -entwicklung zuständig. Der bisherige Vorstandschef Gerhard Zeiler verlässt die Gruppe nach Unternehmensangaben auf eigenen Wunsch zum 18. April. Zeiler scheidet dann auch aus dem Vorstand der RTL-Muttergesellschaft Bertelsmann aus, seinen Platz dort soll Schäferkordt einnehmen, wie die Bertelsmann AG mitteilte. Der 56-Jährige arbeitete seit mehr als 13 Jahren bei RTL, davon fast neun Jahre als Chef der RTL Group. Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Rabe bedauerte Zeilers Weggang: Dieser habe während seiner Tätigkeit beeindruckende Erfolge erzielt. Zeiler wechselt zu Turner Broadcasting System, einer Tochter des US-Medienkonzerns Time Warner. Schäferkordt startete ihre berufliche Karriere 1988 bei Bertelsmann. 1991 ging sie als Abteilungsleiterin Controlling zu RTL. Anschließend wechselte sie zum Privatsender Vox, dem sie ein eigenes Profil verlieh. 2005 wurde sie Geschäftsführerin von RTL Deutschland. Der Belgier de Posch begann seine Medienkarriere 1993 bei CLT, dem Vorgänger der heutigen RTL Group. Dort war er zuständig für die französischsprachigen Länder. 2003 wechselte er zu ProSiebenSat.1 nach München, wo er ein Jahr später Vorstandschef wurde. Im vergangenen Dezember wurde er mit Wirkung zum 1. Jänner 2012 in die Geschäftsführung der RTL Group berufen. Die RTL Group ist zu 91 Prozent im Besitz der Bertelsmann AG. Zu dem in Luxemburg ansässigen Unternehmen gehören 48 Fernseh- und 30 Radiostationen in zehn Ländern Europas. In Deutschland sind dies RTL, RTL2, SuperRTL, n-tv und Vox. RTL-Group: De Posch ist ein erfahrener Fernsehmann Guillaume de Posch hat im Fernsehgeschäft schon viel erlebt. Der Belgier gilt als bestens vernetzt, auch seine künftige Kollegin an der Spitze der RTL Group, Anke Schäferkordt, kennt der erfahrene Medienmanager schon lange - einen wichtigen Teil seiner Laufbahn bisher aber eher als Rivalin. Nun bilden der frühere Vorstandschef von ProSiebenSat.1 und die RTL-Chefin eine gleichberechtigte Doppelspitze, die nach dem überraschenden Abgang von Gerhard Zeiler die Senderfamilie weiter auf Erfolgskurs halten soll. De Posch war erst vergangenen Dezember als Chief Operating Officer (COO) in die RTL-Spitze berufen worden. Nun wird er befördert, wenige Tage vor seinem 54. Geburtstag am 16. Februar. Von 2004 bis 2008 war de Posch schon einmal Chef einer deutschen Sendergruppe. ProSiebenSat.1 führte er durch turbulente Zeiten - und war auch dort nach einem ersten kurzen Engagement als COO an die Spitze gewechselt. In den vier Jahren als Chef erlebte er nicht nur das Scheitern der Übernahme des Konzerns durch Springer im Jahr 2006, sondern auch den Verkauf an die Finanzinvestoren Permira und KKR. De Posch musste in München auch etliche unpopuläre Entscheidungen vertreten, etwa einen verschärften Sparkurs. Der vorherige Eigentümer des Münchner TV-Konzerns und US-Milliardär Haim Saban sagte über de Posch einst, er sei "der beste Fernseh-Manager in Europa und wahrscheinlich in der Welt". Nach zwei Jahren als Berater kehrt de Posch nun gewissermaßen zu seinen Wurzeln zurück. Seine berufliche Laufbahn hatte der studierte Betriebswirt beim Energie- und Dienstleistungskonzern Tractebel begonnen. 1990 wechselte er zu McKinsey & Company in Belgien, bevor er 1993 zum damaligen Rundfunkunternehmen Compagnie Luxembourgeoise de Telediffusion, aus der 2000 die RTL Group hervorgehen sollte, nach Luxemburg ging. Dort war er zunächst als Assistent der Geschäftsführung tätig, und übernahm dann die Verantwortung für die TV-Aktivitäten der CLT in den französischsprachigen Ländern. Es folgten Stationen etwa beim französischen Pay-TV-Sender TPS.

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