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Politik

Zugleich kritisierte der Wirtschaftswissenschaftler die Wahlkampf-Steuersenkungspläne der Union

DIW erwartet Anstieg der Staatsverschuldung auf zwei Billionen Euro



(PR-inside.com 04.07.2009 09:40:00) - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung
(DIW), Klaus Zimmermann, rechnet im Verlauf der Wirtschaftskrise mit
einem Anstieg der Staatsverschuldung um bis zu 500 Milliarden Euro.


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München (ddp). Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, rechnet im Verlauf der Wirtschaftskrise mit einem Anstieg der Staatsverschuldung um bis zu 500 Milliarden Euro. «Vor der Krise hatten wir eine Staatsverschuldung von 1,5 Billionen Euro. Wenn wir Pech haben, sind es nach der Krise zwei Billionen», sagte Zimmermann der Wirtschaftszeitung «Euro am Sonntag» laut Vorabbericht.
Zugleich kritisierte der Wirtschaftswissenschaftler die Wahlkampf-Steuersenkungspläne der Union. «Das Wahlkonzept ist ökonomisch völlig irrational», sagte Zimmermann. Von den geplanten Steuerentlastungen von 15 Milliarden Euro kämen allenfalls fünf Milliarden Euro durch zusätzliches Wachstum wieder herein, «wenn es gut läuft». Allenfalls bei einem Wirtschaftswachstum von fünf Prozent über die kommenden fünf Jahre seien derartige Steuersenkungen gerechtfertigt. Der Ökonom schlägt eine Anhebung der Mehrwertsteuer auf 25 Prozent vor, die zu jährlichen Mehreinnahmen von 50 Milliarden Euro führe. «Innerhalb von vier Jahren hätten wir auf diese Weise schon 200 Milliarden Euro zusammen. Das wären schon zwei Drittel der 300 Milliarden Euro Neuverschuldung, mit der der Bund bis 2013 rechnet.» Zimmermann erwartet, dass Deutschland die Maastricht-Kriterien in den nächsten zehn Jahren nicht mehr erfüllen wird. Die Kriterien begrenzen die Staatsverschuldung auf 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. «Nach der Krise werden es 75 Prozent sein. Vielleicht schaffen wir es einmal, die Verschuldung auf 70 Prozent zu drücken.» (ddp)


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