Heute: January 16, 2019, 8:40 am
  
Wirtschaft & Industrie

Digitalisierung: Führungskräfte gehen Transformation halbherzig an

Berater Digitale Transformation: IFIDZ, Frankfurt
Berater Digitale Transformation: IFIDZ, Frankfurt
Nur jede vierte Führungskraft wird als aktiver Treiber der digitalen Transformation wahrgenommen. Das zeigt das aktuelle Leadership-Trend-Barometer des IFIDZ, Frankfurt.

 

PR-Inside.com: 2018-04-23 14:04:30
Die Führungskräfte in den meisten Unternehmen werden von ihrem Umfeld nicht als aktive Treiber der digitalen Transformation wahrgenommen, sondern eher als passiv Getriebene. So lautet ein zentrales Ergebnis des aktuellen Leadership-Trend-Barometers des Instituts für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt. An der Online-Befragung nahmen 128 Führungskräfte, vorrangig der ersten und zweiten Ebene, aus unterschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen sowie Vertreter von Wissenschaft, Forschung und Verbänden teil.


Die Ergebnisse der Befragung lassen sich laut IFIDZ-Leiterin Barbara Liebermeister wie folgt zusammenfassen: Die meisten Führungskräfte in den deutschen Unternehmen „haben sich mit dem Thema Digitale Transformation noch nicht so richtig angefreundet“. Das zeige sich darin, wie die Befragten bezogen auf das Thema „die Haltung, die Kenntnisse oder das Verhalten der meisten Führungskräfte bewerten“.


In allen drei Bereichen geben sie den Führungskräften keine guten Noten. Vielmehr werden diese überwiegend als halbherzig, unwissend und überfordert beschrieben. So sind denn auch 77 Prozent der Befragten der Auffassung, dass sich die Führungskräfte vom digitalen Wandel eher treiben lassen als diesen aktiv zu gestalten. Oder anders formuliert: Nur in jedem vierte Unternehmen wird die Führungsmannschaft als aktiver Treiber der digitalen Transformation wahrgenommen.


Dieses Getrieben-Sein zeigt sich auch im Handeln der Führungskräfte. So sind zum Beispiel 68 Prozent der Befragten überzeugt, die Führung in Unternehmen gehe die Digitalisierung eher halbherzig an. Und gerade nur 7 Prozent erachten das Verhalten der Führungskräfte als „immer sehr motivierend, um als Unternehmen digitaler zu werden“.


Dieses vorwiegend anti-digitale Verhalten korreliert mit geringen Kenntnissen der Führungskräfte rund um den Themenkomplex Digitalisierung. So sind zum Beispiel nur 8 Prozent der Befragungsteilnehmer der Meinung, die Führungskräfte seien bezüglich des Themas Digitalisierung und hinsichtlich ihrer digitalen Methodenkompetenz auf dem aktuellen Stand. Und gar nur 3 Prozent sind der Auffassung, die Mehrheit der Führungskräfte wisse, welche Führungskompetenzen die Digitalisierung erfordere.


„Dass die Werte so niedrig sind, hat uns überrascht“, betont Barbara Liebermeister, „jedoch sammeln auch wir bei unserer Arbeit in und für Unternehmen die Erfahrung: Viele Führungskräfte sind zumindest unsicher, welche analogen und digitalen Kompetenzen künftig für das Führen wichtig sind.“


Neben dem anti-digitalen Verhalten und dem geringen Digital-Know-how gibt es einen weiteren Bereich, in dem die Führungskräfte meist keine Vorreiter sind: die Haltung. Auch hier zeigt sich, dass viele Führungskräfte der Digitalisierung gegenüber nur bedingt aufgeschlossen sind. So haben nur 40 Prozent der Befragten den Eindruck, die Führungskräfte hätten eine positive Einstellung zur Digitalisierung. Und: Viele Führungskräfte sind offensichtlich noch stark den traditionellen Rollenbildern von Führung verhaftet. Nur 9 Prozent der Befragten sind denn auch der Meinung, die Führungskräfte hätten kein Problem, sich von ihrer Machtstellung in der Unternehmenshierarchie zu lösen.


„Dieser Wert spiegelt unsere Erfahrungen in und mit Unternehmen wider“, betont Patrick Merke, Mitglied der Institutsleitung und Studienleiter am IFIDZ: „Viele Führungskräfte haben noch nicht realisiert, dass es in der Arbeitswelt künftig weniger Hierarchien und mehr Augenhöhe geben wird. Und wenn doch? Dann fällt es ihnen schwer, ein entsprechendes Führungsverhalten zu zeigen.“


„Viele Führungskräften fehlen noch der Mindset und das erforderliche Digital-Know-How, um als digitale Treiber und Vorbilder zu fungieren“, fasst Barbara Liebermeister die Befragungsergebnisse zusammen. „Hier ruhen noch zahlreiche Ansatzpunkte, um den digitalen Transformationsprozess in Unternehmen zu forcieren. Außer den Führungskräften selbst ist hier vor allem die Personalentwicklung gefragt.“ Und die Unternehmensleitung? Sie sollte sich um die Unternehmenskultur kümmern, „die häufig noch eine bremsende Wirkung hat.“


Personen, die mehr Infos über das Leadership-Trend-Barometer wünschen, müssen auf der Startseite der IFIDZ-Webseite (www.ifidz,com) in der Rubrik Aktuelles nur den betreffenden Link anklicken. Dann gelangen sie zu den Ergebnissen der Befragung.

Presseinformation
Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ)
Hamburger Allee 26-28

60486 Frankfurt am Main

Barbara Liebermeister
Geschäftsführerin
+49 (0)69 719 130 965
email
www.ifidz.de


# 653 Wörter
Empfohlene Artikel
Mehr von AutorIn
Dr. Kraus & Partner erhält von Brand [..]
Das Gütesiegel „Beste Berater 2018“ hat das Wirtschaftsmagazin Brand eins der Unternehmensberatung Dr. Kraus & Partner, Bruchsal, [..]
 
Mehr von: Wirtschaft & Industrie
GridGain fügt seiner In-Memory-Computing-Platform-as-a-Service-Lösung GridGain [..]
Zudem kann ab sofort mit nur wenigen Mausklicks eine In-Memory-Datenbank-Testumgebung für Apache Ignite gestartet werdenFoster City [..]
DoubleVerify übernimmt Leiki – die führende Plattform [..]
Akquisition stärkt die Sicherheitslösungen für Marken von DV weltweitNEW YORK, Jan. 16, 2019 (GLOBE NEWSWIRE) -- DoubleVerify, der [..]
Magna gibt Finanzprognose bekannt
Umsatzwachstum und Steigerung der EBIT-Marge1 im Prognosezeitraumhöherer freier Cashflow2 im Zeitraum 2019-2021 im Vergleich zu [..]
Lithium Werks gibt Ernennung von T. Joseph [..]
HENGELO, Niederlande, Jan. 15, 2019 (GLOBE NEWSWIRE) -- Das niederländische Energiespeicher- und Batterieunternehmen Lithium Werks [..]
Change-Projekte lösen Widerstände aus
Die positiven Aspekte von Widerstand im Change-Management nutzen Menschen bewegen sich ungern außerhalb der eigenen Komfortzone. So [..]

Erklärung: Der Autor versichert, dass die veröffentlichten Inhalte in dieser Pressemitteilung der Wahrheit entsprechen und dem gesetzlichen Urheberrecht unterliegen.