(PR-inside.com 10.11.2009 08:54:02) - Die Steuersenkungen im kommenden Jahr werden nach Einschätzung
der Deutschen Bank das Wachstum um einen halben Prozentpunkt auf 1,8
Prozent erhöhen. Mit der Entlastung von insgesamt 21 Milliarden Euro
erlasse der Staat Bürgern und Unternehmen ein Prozent des
Bruttoinlandsprodukts, sagte Deutsche-Bank-Ökonom Stefan Bielmeier
der «Frankfurter Rundschau» (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht.
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Frankfurt/Main (ddp). Die Steuersenkungen im kommenden Jahr werden nach Einschätzung der Deutschen Bank das Wachstum um einen halben Prozentpunkt auf 1,8 Prozent erhöhen. Mit der Entlastung von insgesamt 21 Milliarden Euro erlasse der Staat Bürgern und Unternehmen ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts, sagte Deutsche-Bank-Ökonom Stefan Bielmeier
der «Frankfurter Rundschau» (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. Dies werde den privaten Konsum stützen, auch wenn ein Teil gespart werde.
Bielmeier sagte, allerdings gehe die Deutsche Bank nur von einer kurzfristigen Konjunkturbelebung aus. «Der Wachstumsimpuls geht vorbei, die Schulden bleiben», sagte er.
Der Leiter der Abteilung Makroökonomie beim Institut für Wirtschaftsforschung in Halle, Oliver Holtemöller, kritisierte die fehlende Gegenfinanzierung bei den Steuersenkungen. «Ich halte den Namen Wachstumsbeschleunigungsgesetz nicht für passend», sagte Holtemöller der Zeitung. Man könne diskutieren, ob Erleichterungen für Familien und Erben sinnvoll seien. «Das Wachstum beschleunigen diese Steuerbeschlüsse nicht», sagte Holtemöller und prophezeite: «Die Bürger werden für diese Steuersenkungen noch zahlen.» Durch die höhere Verschuldung steige die Zinslast der öffentlichen Haushalte und sinke der Spielraum der Politik in der Zukunft. Dies treffe die Schwächsten, die sich am wenigsten gegen Einsparungen oder Mehrbelastungen wehren könnten.
(ddp)
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