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Politik
Chronik: 60 Jahre NATO © AP (PR-inside.com 16.03.2009 08:24:02)
Brüssel (AP) Die NATO wird am 4. April 60 Jahre alt. Folgende Chronik skizziert ihre Geschichte.
1949: Am 4. April schließen sich in Washington zwölf Länder zum Nordatlantikpakt (NATO) zusammmen. Die Gründerstaaten sind Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Portugal und die USA.
1952: Die Türkei und Griechenland treten dem Bündnis bei.
1955: Am 5. Mai wird die Bundesrepublik Deutschland Mitglied der NATO.
Am 14. Mai wird als Gegenbündnis der Warschauer Pakt unter Führung der Sowjetunion gegründet, dem auch die DDR beitritt.
1966: Frankreich verlässt die Kommandostruktur des Bündnisses, weil Präsident Charles de Gaulle weder französische Truppen unter NATO-Kommando stellen noch NATO-Stützpunkte im eigenen Land dulden will. Das NATO-Hauptquartier wird von Paris nach Brüssel verlegt.
1979: NATO-Doppelbeschluss: Die NATO beschließt, ihre Pershing-Raketen in Europa durch Pershing-2-Raketen und Cruise Missiles mit größerer Reichweite zu ersetzen, falls Abrüstungsverhandlungen mit dem Warschauer Pakt bis 1983 zu keinem Ergebnis führen sollten.
1982: Spanien stößt zur NATO.
1983: Trotz massiver Proteste wird im Dezember mit der Stationierung von Pershing-2-Raketen und Cruise Missiles in Europa begonnen.
1990: Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs schließen NATO und Warschauer Pakt den Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag).
1994: NATO-Flugzeuge schießen vier Jagdflugzeuge ab, die in eine Flugverbotszone über Bosnien-Herzegowina eingedrungen sind - es ist die erste Militäraktion des Bündnisses.
1995: Im August fliegt die NATO Luftangriffe auf Stellungen der bosnischen Serben. Nach dem Friedensabkommen von Dayton im Dezember wird die NATO-Friedenstruppe IFOR in Bosnien stationiert.
1999: Als erste osteuropäische Länder treten Polen, Tschechien und Ungarn der NATO bei. Wegen des Kriegs in der serbischen Provinz Kosovo fliegt die NATO Luftangriffe auf Belgrad.
2001: Nach den Terroranschlägen vom 11. September wird erstmals der Bündnisfall ausgerufen. Die NATO-Staaten sichern den USA ihren Beistand für den Krieg gegen Afghanistan zu, das Al-Kaida-Chef Osama bin Laden beherbergt. Nach dem Sturz der Taliban wird die Stationierung einer internationalen Friedenstruppe beschlossen, ISAF.
2002: Die ersten deutschen Soldaten beginnen ihren Einsatz in Afghanistan. Im Mai wird der NATO-Russland-Rat gegründet.
2003: Die NATO übernimmt das Kommando über die Afghanistan-Schutztruppe ISAF.
2004: Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei and Slowenien treten dem Militärbündnis bei.
2008: Albanien und Kroatien werden eingeladen, auf dem NATO- Jubiläumsgipfel 2009 dem Bündnis beizutreten.
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