(PR-inside.com 11.11.2009 12:29:04) - Der Intendant der Berliner Volksbühne, Frank Castorf, hat
Versäumnisse bei der Leitung des Theaters eingeräumt. «Ich hätte
viel radikaler und viel früher dieses Theater, das Ensemble
verändern müssen», sagte Castorf der «Süddeutschen Zeitung»
(Mittwochausgabe). Durch die "Routine des Erfolgs» sei das
«weggerutscht». Teilweise habe er auch «in die Dramaturgie die
falschen Leute geholt».
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München (ddp). Der Intendant der Berliner Volksbühne, Frank Castorf, hat Versäumnisse bei der Leitung des Theaters eingeräumt. «Ich hätte viel radikaler und viel früher dieses Theater, das Ensemble verändern müssen», sagte Castorf der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwochausgabe). Durch die "Routine des Erfolgs» sei das «weggerutscht». Teilweise
habe er auch «in die Dramaturgie die falschen Leute geholt».
Castorf sieht in der Bevölkerung die «Ressourcen für ein anderes Interesse am Theater» schrumpfen. Die Menschen seien heutzutage vor allem «mit dem Überleben beschäftigt». Er sei gespannt, was passiere, wenn die Wirtschaftskrise sich ausweite und «ein Viertel, ein Drittel der Menschen keine Chance mehr hat». Dann werde das Theater «vielleicht wieder ganz anders wichtig».
Die Volksbühne wird am Donnerstag nach einer mehrmonatigen Sanierung wiedereröffnet. Das Haus hat seit einigen Jahren mit sinkenden Kartenverkäufen zu kämpfen.
(ddp)
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