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Wirtschaft & Industrie

Neue Länder liegen bei Wohlstand noch immer unter Westniveau

Bundesländer-Rangliste: Ostdeutschland entwickelt sich stärker



(PR-inside.com 04.12.2009 15:07:47) - Die ostdeutschen Bundesländer haben sich in den vergangenen drei
Jahren offenbar wirtschaftlich relativ stärker entwickelt als der
Westen. In der am Freitag in Berlin vorgestellten
Bundesländer-Rangliste der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale
Marktwirtschaft (INSM) und der «Wirtschaftswoche» ist Sachsen-Anhalt
der Sieger im sogenannten Dynamik-Ranking.

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Berlin (ddp). Die ostdeutschen Bundesländer haben sich in den vergangenen drei Jahren offenbar wirtschaftlich relativ stärker entwickelt als der Westen. In der am Freitag in Berlin vorgestellten Bundesländer-Rangliste der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der «Wirtschaftswoche» ist Sachsen-Anhalt der Sieger im sogenannten Dynamik-Ranking. Bei den Wohlstandsindikatoren liege der Osten hinter den westlichen Bundesländern. Das «Bestands-Ranking» wird
den Angaben zufolge wie im vergangenen Jahr von Bayern und Baden-Württemberg angeführt. «Das Dynamik-Ranking zeigt, dass alle ostdeutschen Bundesländer inklusive Berlins am meisten vom Aufschwung der vergangenen Jahre profitiert haben«, sagte INSM-Geschäftsführer Max Höfer. Getrieben worden sei der Aufschwung Ost vor allem vom verarbeitenden Gewerbe und den damit verbundenen Dienstleistungen. Die Bruttowertschöpfung legte der Studie zufolge im verarbeitenden Gewerbe in den neuen Bundesländern zwischen 2005 und 2008 um knapp 23 Prozent zu, während sie in Westdeutschland um rund 13 Prozent gewachsen sei. In keinem anderen Land seien Produktivität und Steuerkraft so deutlich gestiegen wie in Sachsen-Anhalt. Auf Rang zwei und drei folgen demnach Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Erst auf Platz sieben der Dynamik-Rangliste findet sich der Studie zufolge mit Bayern ein westliches Bundesland, gefolgt von Baden-Württemberg. Diese Platzierung sei jedoch vor dem Hintergrund des in Bayern besonders hohen Wohlstands- und Wirtschaftsniveaus zu sehen, das sich im Bestandsvergleich zeige. Deutlich über dem Bundesdurchschnitt bewegten sich die beiden Länder bei der Arbeitsplatzversorgung. Schlusslicht im Dynamikvergleich seien Nordrhein-Westfalen und das Saarland. Beide Länder litten noch unter dem Rückgang der Montanindustrie und dem dadurch bedingten Strukturwandel, sagte Henning Krumrey, stellvertretender Chefredakteur der «Wirtschaftswoche». Im Bestands-Ranking belegen die neuen Bundesländer den Angaben zufolge nach wie vor die hinteren Ränge. «Bei aller Freude über die überraschend positive Entwicklung Ostdeutschlands ist allerdings zu betonen, dass der Osten bei Wohlstandsindikatoren wie dem verfügbaren Einkommen durchweg noch hinter Westdeutschland liegt», sagte Höfer. Im direkten Niveauvergleich werde deutlich, «wie viel Aufbauarbeit noch vor uns liegt». Lediglich Thüringen schließe allmählich zu den alten Ländern auf und habe bei der Arbeitsplatzversorgung Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bereits überholt. Den letzten Platz im Niveauvergleich belegt laut Studie Berlin. Nirgendwo sonst sei die Zahl der «Hartz IV»-Empfänger und die öffentliche Verschuldung so hoch wie in der Hauptstadt. (ddp)


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