(PR-inside.com 11.11.2009 10:18:01) - Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat den US-Autokonzern
General Motors für seinen Umgang mit Opel angegriffen.
Entscheidungen seien herausgezögert worden, beklagte der
FDP-Politiker am Mittwoch anlässlich der Aussprache über die
Regierungspolitik im Bundestag. Viel zu lange sei schon Geld
verbrannt worden, sagte Brüderle. Nun liege der Ball bei General
Motors.
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Berlin (ddp). Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat den US-Autokonzern General Motors für seinen Umgang mit Opel angegriffen. Entscheidungen seien herausgezögert worden, beklagte der FDP-Politiker am Mittwoch anlässlich der Aussprache über die Regierungspolitik im Bundestag. Viel zu lange sei schon Geld verbrannt worden, sagte Brüderle. Nun liege der Ball bei General Motors.
Mit Blick auf andere deutsche Automobilkonzerne unterstrich Brüderle, die Automobilindustrie zeige ihr
Potenzial an vielen Standorten, nicht nur an den derzeit viel diskutierten. Brüderle plädierte für weitere Innovationen. So könne die Elektromobilität das neue Megathema werden und für neue Innovation und Arbeitsplätze sorgen.
Der Vorsitzende des Beirats der Opel-Treuhandgesellschaft, Fred Irwin, sieht die Zukunft von Opel optimistisch. Irwin sagte am Mittwoch im «Deutschlandradio Kultur», GM habe aus Fehlern der Vergangenheit gelernt. Deshalb werde der Konzern den Opel-Werken mehr Verantwortung geben, um die Beschäftigten stärker zu motivieren. Es sei aber schwierig, der Tochtergesellschaft einer globalen Firma hundertprozentige Eigenständigkeit einzuräumen, weil gerade in einem solchen Technologieunternehmen ein starker Verbund bestehe.
Irwin begrüßte, dass mit dem Briten Nick Reilly ein Europäer zum Übergangschef von Opel ernannt wurde, der das internationale Geschäft kenne. Zu der Mitsprache der Bundesregierung bei Opel sagte Irwin, er erwarte «kaum einen Einfluss».
Unabhängig von den Sanierungsplänen sei klar, dass rund 10 000 Beschäftigte in Europa ihren Arbeitsplatz verlieren würden, sagte der Treuhand-Vorsitzende weiter. «Natürlich ist das sehr schwierig für Familien und Menschen, aber um diese Firma zu retten, muss man das machen. Die Politiker wissen, dass das bedauerlicherweise notwendig ist.»
(ddp)
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