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Wirtschaft & Industrie
Diskussion um weitere Staatshilfen
Brüderle greift GM wegen des Umgangs mit Opel an (PR-inside.com 11.11.2009 11:10:05) - Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat den US-Autokonzern
General Motors für seinen Umgang mit Opel angegriffen.
Entscheidungen seien herausgezögert worden, beklagte der
FDP-Politiker am Mittwoch anlässlich der Aussprache über die
Regierungspolitik im Bundestag. Viel zu lange sei schon Geld
verbrannt worden, sagte Brüderle. Nun liege der Ball bei General
Motors.
Berlin (ddp). Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat den US-Autokonzern General Motors für seinen Umgang mit Opel angegriffen. Entscheidungen seien herausgezögert worden, beklagte der FDP-Politiker am Mittwoch anlässlich der Aussprache über die Regierungspolitik im Bundestag. Viel zu lange sei schon Geld verbrannt worden, sagte Brüderle. Nun liege der Ball bei General Motors.
Mit Blick auf andere deutsche Automobilkonzerne unterstrich
Brüderle, die Automobilindustrie zeige ihr Potenzial an vielen Standorten, nicht nur an den derzeit viel diskutierten. Brüderle plädierte für weitere Innovationen. So könne die Elektromobilität das neue Megathema werden und für neue Innovation und Arbeitsplätze sorgen.
Der Mittelstandsexperte der Unionsfraktion Michael Fuchs (CDU) bezweifelte indes eine langfristige Sicherung des angeschlagenen Autobauers durch massive Staatshilfen. Der Staat sei nicht der bessere Unternehmer und auch nicht der bessere Autobauer, sagte er.
SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil forderte Brüderle auf, in Verhandlungen mit GM einzutreten, «im Interesse der Arbeitsplätze in Deutschland.» Heil wies darauf hin, dass es unklar sei, welchen Weg die Bundesregierung einschlagen wolle. Es reiche nicht, die Verantwortung GM zuzuweisen und zu sagen, «das ist nicht unser Problem».
Der Vorsitzende des Beirats der Opel-Treuhandgesellschaft, Fred Irwin, sieht die Zukunft von Opel indes optimistisch. Irwin sagte am Mittwoch im «Deutschlandradio Kultur», GM habe aus Fehlern der Vergangenheit gelernt. Deshalb werde der Konzern den Opel-Werken mehr Verantwortung geben, um die Beschäftigten stärker zu motivieren. Unabhängig von den Sanierungsplänen sei jedoch klar, dass rund 10 000 Beschäftigte in Europa ihren Arbeitsplatz verlieren würden, sagte der Treuhand-Vorsitzende weiter.
(ddp)
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