(PR-inside.com 10.11.2009 09:33:04) - Der Betriebsratschef des Bochumer Opelwerkes, Rainer Einenkel,
hat den Mutterkonzern General Motors (GM) aufgefordert, ein
schlüssiges Sanierungskonzept für Opel vorzulegen. Nach dem Verzicht
auf einem Verkauf liege jetzt der Ball bei GM, sagte Einenkel am
Dienstag im Deutschlandfunk.
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Köln (ddp-nrw). Der Betriebsratschef des Bochumer Opelwerkes, Rainer Einenkel, hat den Mutterkonzern General Motors (GM) aufgefordert, ein schlüssiges Sanierungskonzept für Opel vorzulegen. Nach dem Verzicht auf einem Verkauf liege jetzt der Ball bei GM, sagte Einenkel am Dienstag im Deutschlandfunk. Das Unternehmen könne aber nicht
Steuergelder fordern, um damit Arbeitsplätze zu vernichten und Menschen auf die Straße zu schicken.
Am Opel Stammsitz in Rüsselsheim will sich der Vorstandsvorsitzende von GM, Fritz Henderson, am Dienstag mit Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz treffen.
Der Vorsitzende der Monopolkommission, Justus Haucap, rief zuvor die Bundesregierung und die Länder mit Opel-Standorten auf, keine staatlichen Beihilfen mehr für den angeschlagenen Autobauer Opel und dessen US-Mutterkonzern zu geben. «Der Staat sollte sich aus dem gesamten Debakel jetzt endgültig heraushalten», sagte Haucap der «Süddeutschen Zeitung» (Dienstagausgabe).
Wie GM mit der Absage an den zuvor favorisierten Investor Magna sollte auch die Bundesregierung «eine Kehrtwende machen und die selektive Unterstützung für Opel einstellen», sagte der Wettbewerbsexperte. Wenn andere Regierungen in Europa Staatshilfen in Aussicht stellten, müsse man dies nicht nachahmen. Zudem seien Beihilfen für Unternehmen «im Niedergang» meist schlecht investiert.
Haucap sagte weiter: «Ausnahmen gibt es nur, wenn zugleich wirklich überzeugende Restrukturierungspläne vorgelegt werden. Wenn nun aber, wie gefordert, alle Opel-Standorte erhalten bleiben sollen und betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden, dann sehe ich keine überzeugende Sanierung.»
Opel beschäftigt in Deutschland im hessischen Rüsselsheim sowie in Bochum, im thüringischen Eisenach und im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern 25 000 Mitarbeiter, 5170 davon in Bochum.
(ddp)
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