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Wirtschaft & Industrie

Bericht der Environmental Investigation Agency bezichtigt Schweighofer Group der illegalen Rodung in Nationalpark Rumäniens

PR-Inside.com: 2017-12-06 01:12:01

Forest Stewardship Council berät über Aufrechterhaltung des Entzugs der Zertifizierung des Hozverarbeitungsriesen

Bericht der Environmental Investigation Agency bezichtigt Schweighofer Group der illegalen Rodung in Nationalpark Rumäniens

Environmental Investigation Agency
David Gehl: +1 202-486-6621
davidgehl@eia-global.org
www.eia-global.org/rodna

Im Rahmen einer neueren Felduntersuchung in Rumänien fand die Environmental Investigation Agency (EIA) Beweise für illegale Rodungen in Rumäniens zweitgrößtem Nationalpark in direktem Zusammenhang mit dem österreichischen Branchenriesen Holzindustrie Schweighofer.

Der Forest Stewardship Council (FSC) distanzierte sich bereits Anfang 2017 von Schweighofer aufgrund der „klaren und überzeugenden Beweise", dass das Unternehmen von illegalen Abholzungen in Rumänien profitierte. Das Expertengremium des FSC empfahl, dass Schweighofer keine Rückkehr in den FSC erlaubt sein würde, bis das Unternehmen in der Lage ist, all seine verwendeten Hölzer auf dem Weg vom Waldbestand bis zu seinen Produktionsanlagen lückenlos aufzuzeichnen.

Deutschlands größte Wochenzeitung „Der Spiegel" veröffentlichte die Erkenntnisse der EIA in seiner Ausgabe vom Samstag.1

Der Forest Stewardship Council (FSC) wird sich in dieser Woche in Bonn (Deutschland) treffen, um eine Entscheidung zu treffen, ob Schweighofer der Weg zu einer erneuten Aufnahme geebnet werden soll. Rumänische Kreise verbreiteten die Meldungen über soziale Medien und forderten den FSC auf, dem Unternehmen die Rückkehr nicht zu ermöglichen, solange keine einschneidenden Veränderungen vorgenommen werden.

Schweighofer gab seinerseits bekannt, dass das Unternehmen im August zwei Anbieter aufdecken konnte, die Holz aus einem Nationalpark lieferten, und ihnen anschließend die Zusammenarbeit aufkündigte. Das Unternehmen gab dies jedoch erst nach der Veröffentlichung des Berichts der EIA bekannt. Die Tatsache, dass das Unternehmen diese Informationen erst nach größtem öffentlichem Druck enthüllte, unterstreicht das Fehlen von Transparenz aufseiten des Unternehmens seit einer Reihe von Jahren.

Schweighofer erklärte dieses Holz für seine rumänischen Sägewerke für legal, da die Lieferanten gültige Unterlagen vorlegen konnten. Der Jahresbericht 2015 der EIA, rumänische Medien und die rumänische Regierung dokumentierten jedoch, wie die Lieferanten für Schweighofer systematisch gefälschte Unterlagen vorlegten, um illegale Lieferungen zu kaschieren.

Alexander von Bismarck, Executive Director der EIA, erklärte: „Das Unternehmen unternahm zwar Schritte in die richtige Richtung, ist jedoch nach wie vor grundsätzlich nicht in der Lage, die Herkunft der Hölzer bis zum Ort ihrer Abholzung lückenlos zurückzuverfolgen. Schweighofer benötigt jedoch ab sofort für all seine Produkte die sofortige Rückverfolgbarkeit aller verwendeten Hölzer zu den spezifischen Konzessionen.”

Trotz einer mehr als zweijährigen internationalen öffentlichen Überprüfung bleiben signifikante Lücken in den internationalen Aufzeichnungen der Holzlieferungen für Schweighofer. Das Unternehmen kauft mehr als ein Drittel seiner Holzlieferungen in Rumänien aus Lagerbeständen von Rundholzplätzen von Drittanbietern, wobei für den überwiegenden Teil keinerlei Systeme eingesetzt werden, um Aufzeichnungen über die Herkunft der Bestände vorlegen zu können. Der neue Bericht der EIA unterstreicht, wie Schweighofer sowohl illegalen als auch nicht nachhaltigen Abholzungen in Wäldern mit der größten Biodiversität Europas ausgesetzt bleibt.

Das Board of Directors des FSC wird eine baldige Entscheidung treffen, ob Schweighofer der Weg zu einer erneuten Kooperation geebnet werden soll. Dieser Prozess kann jedoch erst eingeleitet werden, wenn Schweighofer die grundlegenden Anforderungen des FSC erfüllt hat - insbesondere die Rückverfolgbarkeit der verwendeten Hölzer bis zu ihrer Abholzung.

Quelle:

1 „Einfach unverbesserlich", Der Spiegel 49/2017, S. 69

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