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Bayern: Tötung wildlebender Graugänse als

Begründete Sorge: Erneut Gänsetötungen in Bayern geplant?



(PR-inside.com 24.05.2010 19:22:21) - Gänsetötung in München vor zwei Jahren durch Proteste seitens Bürger und Naturschutzverbände gescheitert – müssen deshalb in diesem Jahr, wieder während der Aufzucht- und außerhalb der Jagdzeit, womöglich Gänse am Altmühlsee „daran glauben“?

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Vielen Münchnern wird die Welle des Protests im Gedächtnis haften geblieben sein, welche in 2008 das Vorhaben einer Arbeitgruppe der Technischen Universität München nach sich zog, im Englischen Garten die dortigen Gänse während der Mauser einzufangen und zu töten. Selbige Arbeitgruppe des Lehrstuhls für Wildbiologie unter Leitung Dr. König ist aus den damaligen Protesten gegen die beabsichtigte Tötungsaktion, an welchen sich neben vielen Münchner Bürgern
auch nahezu sämtliche namhaften Tier- und Naturschutzorganisationen beteiligten, offenbar zu einer falschen Erkenntnis gelangt: Statt aus dieser Welle des Protests die logische Schlussfolgerung zu ziehen, dass sowohl Bürger als auch Naturschutzorganisationen den Mauserfang und die Tötung der Gänse grundsätzlich ablehnen, schlussfolgerte man bei der TU, dass lediglich Ort und Zeit wohl falsch gewählt seien, im Übrigen sich die – durchaus richtig wahrgenommene - „mangelnde Akzeptanz“ bei der Bevölkerung schließlich „herstellen“ ließe, kurz: man lediglich den Protestlern die Köpfe zurechtrücken müsse, um sich fortan unbehelligt ans Töten wildlebender Gänse machen zu können.

Essenzielles Element des „Forschungsprojekts“ der TU-Arbeitsgruppe blieb somit die Optimierung von Tötungsmethoden zur Lösung eines vermeintlichen „Gänseproblems“. Vermeintlich ist dieses „Gänseproblem“ deswegen, weil renommierte Gänseexperten die Befunde der TU-Arbeitsgruppe als „fachlich mangelhaft“ bewerten und in den Tötungsvorhaben „grobe Verstöße gegen allgemein etablierte ethisch/moralische Normen wissenschaftlichen Arbeitens“ sehen. Dieser Auffassung wurde in einem öffentlichen Protestschreiben im Oktober 2009 Ausdruck verliehen und dieses der TU-München zugestellt. Eine Reaktion auf dieses Protestschreiben seitens der TU steht bis heute aus.

So vermag es kaum zu verwundern, dass in 2009 erneut seitens der TU bei der Regierung Mittelfranken ein Antrag auf Mauserfang und Tötung wildlebender Gänse gestellt wurde . Bezüglich Status des Antrags hüllt sich die Regierung Mittelfranken bis dato in Schweigen.
Wie die Gänsewacht jedoch aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen erfuhr, ist dieser Antrag positiv beschieden worden.

Wir wollen unseren Gänsemord – wenn nicht hier, dann eben dort

Gelernt hat man bei der TU aus den Protesten in München 2008 offenbar zuvorderst eines: Im Stadtgebiet ist stets mit lästigen Behinderungen zu rechnen. Diese betreffen unter Umständen eben nicht nur das Autofahren, sondern auch das Gänseumbringen. Es steht nach Ansicht der Gänsewacht zu erwarten, dass noch in diesem Monat Gänse am Altmühlsee während der Mauser eingefangen und getötet werden sollen.

Da für Gänse während der Aufzuchtzeit der Jungtiere vom Jagdgesetz her eine Schonzeit besteht, ist zur Tötung eine Ausnahmegenehmigung zwingend erforderlich. Der Mauserfang ist nach dem Jagdrecht grundsätzlich verboten und kann nur in Ausnahmefällen (z.B. wissenschaftliche Markierung der Tiere) genehmigt werden. Ob der Mauserfang zum Zwecke der Tötung von Gänsen überhaupt als genehmigungsfähiges wissenschaftliches Projekt zu betrachten wäre, darf aus Sicht der Gänseökologie zumindest bezweifelt, und muss aus wissenschaftsethischen Grundsätzen heraus vehement bestritten werden.
Kontaktinformation:
Gänsewacht – Initiative zum Schutz durch Jagd bedrohter Vogelarten

Gottliebstraße 57
47166 Duisburg

Kontakt-Person:
Werner Hupperich
Verantwortlicher Redakteur / V.d.i.S.d.P.
Telefon: 0203 317 48 17
E-Mail: e-Mail

Web: www.gaensewacht.de




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