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Wirtschaft & Industrie
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft beklagt Veruntreuung in Milliardenhöhe Bauern stellen Strafanzeige gegen BVVG
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| Bauern stellen Strafanzeige gegen BVVG ©ddp |
(PR-inside.com 15.05.2007 17:03:35) - Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hat bei
der Staatsanwaltschaft Berlin Strafanzeige gegen Vorstände der
Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH (BVVG) wegen Tatverdachts der
Veruntreuung in Milliardenhöhe gestellt.
Berlin (ddp). Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hat bei der Staatsanwaltschaft Berlin Strafanzeige gegen Vorstände der Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH (BVVG) wegen Tatverdachts der Veruntreuung in Milliardenhöhe gestellt. Die BVVG, die im Auftrag des Bundes in den ostdeutschen Ländern ehemals volkseigene Äcker und Wiesen, Wälder,
Gebäude und Gewässer privatisiert, habe seit Jahren landwirtschaftliche Flächen unter Wert abgegeben, erklärte die AbL am Dienstag in Berlin.
Die Begünstigung für den verbilligten Kauf ehemaliger volkseigener landwirtschaftlicher Flächen in Ostdeutschland sei seit 2000 auf maximal 35 Prozent unterhalb des Verkehrswertes begrenzt gewesen, so die AbL. Tatsächlich seien aber etlichen Betrieben Vergünstigungen bis zu 60 Prozent unterhalb des Verkehrswertes eingeräumt worden. Zu diesem Zweck habe die BVVG über die gewährte Verbilligung hinaus die Wertansätze für den Bodenverkauf bewusst nach unten gedrückt.
Nutznießer sei eine kleine Klientel von landwirtschaftlichen Betrieben gewesen, die Pachtverträge mit der BVVG gehabt hätten. Wegen der «ungerechten Pachtvergabe seitens der BVVG» hätten aber nur 25 Prozent der Betriebe begünstigt kaufen können. Die AbL fordere deshalb die vollständige rechtliche Überprüfung der Vergabepraxis und einen sofortigen Stopp des begünstigten Verkaufs der Flächen nach den Wertansätzen der BVVG.
(ddp)
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