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Suche nach Todesursache von Pandabärin Yan Yan geht weiter - Besucher wollen vor allem Knut sehen

Bao Bao trauert nicht


Bao Bao trauert nicht
Bao Bao trauert nicht ©ddp

(PR-inside.com 27.03.2007 15:49:59) - Einen Tag nach dem Tod der Pandabärin Yan Yan im Berliner Zoo ist
die Ursache ihres plötzlichen Ablebens weiter unklar. Ein Team von
Experten unterschiedlicher Institute habe die tote Bärin noch am
Dienstag obduzieren wollen, teilte Zoosprecher Ragnar Kühne mit.
Möglicherweise gebe es dann noch am selben Tag Erkenntnisse über den
unerwarteten Tod der 22 Jahre alten Bärin.

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Berlin (ddp-bln). Einen Tag nach dem Tod der Pandabärin Yan Yan im Berliner Zoo ist die Ursache ihres plötzlichen Ablebens weiter unklar. Ein Team von Experten unterschiedlicher Institute habe die tote Bärin noch am Dienstag obduzieren wollen, teilte Zoosprecher Ragnar Kühne mit. Möglicherweise gebe es dann
noch am selben Tag Erkenntnisse über den unerwarteten Tod der 22 Jahre alten Bärin. Yan Yan, die eine Leihgabe des chinesischen Forstministeriums war, lebte seit 1995 im Berlin Zoo. Für die Zoobesucher war sie lange Zeit die Hauptattraktion. Am Montag war die schwarz-weiße Bärin leblos in der Außenanlage der Anlage aufgefunden worden. Krankheitsanzeichen gab es zuvor nicht. So friedlich, wie Yan Yan nach Darstellung des Tierpflegers gestorben sei, komme als Ursache möglicherweise ein Herzschlag in Frage, sagte Kurator Peter Rahn. Eine Infektion werde eher ausgeschlossen, weil die Bärin gut gefressen habe. Der sieben Jahre ältere Pandabär Bao Bao bleibt vorerst das einzige Exemplar seiner Gattung im Zoo. Befürchtungen von Berliner Bärenfreunden, der verbliebene Panda sei jetzt traurig und fühle sich einsam, zerstreut Kühne. «Große Pandas leben als Einzelgänger. Bao Bao hatte keine Beziehung zu Yan Yan. Ihr Tod ist ihm gleichgültig». Beide Bären seien auch im Zoo immer getrennt gewesen. Zoomitarbeiter und auch viele Berliner hingegen sind traurig über Yan Yans Tod. «Sie war nicht mehr jung aber sie hätte gut noch fünf Jahre bei uns leben können», sagt Kühne mit Bedauern. Pandabärenbetreuer Lutz Störmer tröstet sich so: «Zwar kam der Tod völlig unvermittelt. Aber Yan Yan wurde unverkrampft aufgefunden. Das bedeutet, sie hatte zumindest keine Schmerzen.» Obwohl Bao Bao vom Tod seiner Artgenossin scheinbar unbeeindruckt bleibt, findet Besucherin Sabine Finkele dessen neue Situation traurig: «Bao Bao tut mir richtig leid. Ich habe gestern vom Tod der Bärin gehört und besuche den Pandabären natürlich - jetzt, da ich schon im Zoo bin. Denn alle Tiere haben es verdient, angeschaut zu werden. Nicht nur Knut.» Diese Meinung teilen allerdings nur wenige der anderen Zoobesucher. Während bei Bao Bao nur vereinzelt Familien mit Kindern stehen bleiben, bestaunen hunderte Menschen das Eisbärenbaby Knut und jubeln bereits, wenn sie nur eine weiße Tatze von ihm zu Gesicht bekommen. Das Eisbärenjunge bleibt vorerst eindeutig die Hauptattraktion des Zoos. Bei den Pandabären Yan Yan und Bao Bao hatten Berliner und Zoologen lange vergeblich auf Nachwuchs gehofft. Insgesamt achtmal war die Bärin künstlich mit dem Sperma von Bao Bao befruchtet worden. Ein kleines Bärenjunge kam jedoch nie auf die Welt. Im Jahr 2005 wurden diese Bemühungen aufgegeben, weil Bao Bao zu alt geworden war. Jetzt wird im Zoo der Wunsch immer stärker, ein junges Pandapärchen aufzunehmen. «Wir haben viel Erfahrung im Umgang mit diesen Bären», sagt Kühne. Der Berliner Zoo habe neben den chinesischen Experten die meiste Erfahrung mit Pandas. »Seit 1980 leben Pandabären bei uns. Und wir würden gern bald wieder einen neuen Bären bei uns aufnehmen", sagt Kühne. Was mit der toten Yan Yan wird, ist nach Kühnes Worten noch nicht klar. Alles über den Tod müsse zunächst den chinesischen Partnern offengelegt werden. Planungen, die Bärin auszustopfen, gebe es bislang nicht. Der Große Panda ist eine vom Aussterben bedrohte Art. Weltweit gibt es von den Tieren - die auch Bambusbären genannt werden - laut Zooangaben nur noch 1000 Exemplare in einigen Reservaten am Rande des tibetanischen Hochlandes. Etwa 140 der schwarz-weißen Bären leben in der Obhut Zoologischer Gärten. Der einzig in Deutschland verbliebene Große Panda in Deutschland ist nun Bao Bao. (ddp)

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