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Kunst

Augenfutter: Zeichnungen auf Glas von Florian L. Arnold

Minutiös-altmeisterliche Zeichnungen, die von Comic Strip und Dystopien geprägt sind: Florian L. Arnold im Museum für Bildende Kunst des Landkreises Neu-Ulm
Minutiös-altmeisterliche Zeichnungen, die von Comic Strip und Dystopien geprägt sind: Florian L. Arnold im Museum für Bildende Kunst des Landkreises Neu-Ulm
Florian L. Arnold präsentiert in Oberfahlheim skurrile Zeichnungen auf Glas, Objekte und Filme. Der Künstler hält sich selbst gern im Hintergrund.

 

PR-Inside.com: 2015-05-02 17:30:25
Er ist ein Multitalent, nimmt sich aber selbst nicht so wichtig. Florian L. Arnold (Jahrgang 1977), der sich als Phantast und wirkungsloser Prophet bezeichnet, wechselt seine Rollen zwischen Zeichner und Illustrator, Schriftsteller, Kulturjournalist, Kabarettist und Satiriker. In seinem Internetauftritt bringt er diese Genres auf einen Nenner: Er sei ein Landvermesser Absurdistans. Das Museum für bildende Kunst in Nersingen-Oberfahlheim widmet dem Oberelchinger eine Einzelausstellung.

Bis 7. Juni 2015 sind dann im historischen Bräuhaus an der Alten Landstraße Zeichnungen Arnolds auf und hinter Glas, Papier und Wand sowie andere Objekte zu sehen, die seiner Phantasie entsprungen sind. Extra für die Schau, die den Titel Glas. Licht" trägt, gestaltete der studierte Kunstwissenschaftler in den vergangenen Wochen im kreiseigenen Kunstmuseum ein großes Wandbild. Im Kellergewölbe erwarten die Besucher zudem Kunstkurzfilme.

Gemeinsames Merkmal der Ausstellungsstücke ist ihre Skurrilität. Wer Florian L. Arnolds - wie er selbst sagt - Augenfutter schmecken will, der muss genau und lang hinsehen, ein schnell vorbeihuschender Blick genügt da nicht. Seine Kunst ist nicht fast food, sondern slow food: In jedem Detail kann der langsame Betrachter Absurdes oder Groteskes entdecken. ich einzulassen auf diese Bildwelt, heißt: sich gefasst machen auf einen munteren Sprühregen an Einfällen, wie man sie – Sie erinnern sich an meine Einleitung – auf formlos brodelnden Bildern abstrakter Maler eben nicht finden kann. Da gibt es zum Beispiel die melancholische Geschichte der “velozipedalen Entführung der Harfe Ravels einen “Landvermesser in Nöten eine “Insel der Heiligen” oder einen “Turm von Babylon Oder schauen Sie einmal genau das Bild Eisvogel an, auf dem sich die stilisierte Buchstabenfolge e g o = natürlich Ego entbirgt – eine Art Psychoanalyse mit der Tuschfeder, die zeichnerische Erkundung der Abgründe des Unbewußten.

Im Rahmen der Einzelausstellung finden drei begleitende Veranstaltungen statt: Am Freitag, 27. März 2015, um 19 Uhr gibt die E. M. U. (Experimentelle Musik Universität Ulm) ein Konzert mit dem Titel Herab fiel Ohm. Am Pfingstmontag, 25. Mai, um 17 Uhr stellt Florian L. Arnold seine neue Novelle Ein ungeheuerlicher Satz vor und steht zum Autorengespräch bereit.
Zum Abschluss der Ausstellung am 7. Juni spielt das Teatrino-Trio seinen vergnüglichen Liederabend Die Liebe und andere Katastrophen (17 Uhr).

Die Ausstellungen Glas. Licht" von Florian L. Arnold und Im Schutz der Bäume von Magdalena Willems-Pisarek können vom 25. Februar bis 7. Juni 2015 im Museum für bildende Kunst in Nersingen-Oberfahlheim, Alte Landstraße 1a, besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Das Museum des Landkreises Neu-Ulm ist jeweils am Dienstag von 16 bis 20 Uhr und am Samstag/Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet.
Führungen für Gruppen sind auf Anfrage möglich: Telefon 0731/7040-118.

Weitere Informationen im Internet:
http://www.landkreis.neu-ulm.de/de/museum-fuer-bildende-kunst-im-landkreis-neu-ulm.html
www.florianarnold.de
http://ikarus4.com/2014/01/14/florian-l-arnold/

Presseinformation
Museum für bildende Kunst im Landkreis Neu-Ulm
Alte Landstraße 1 a
Oberfahlheim
89278 Nersingen
Tel. 07308/922443




email
http://www.landkreis.neu-ulm.de/de/museum-fuer-bildende-kunst-im-landkreis-neu-ulm.html#Anschrift


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